36. Museumstag

Werben in Zeiten des Rotstifts

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Morgen stehen die Museen - ob groß oder klein - im Brennpunkt der Öffentlichkeit.

Frankfurt/Kassel - Mit zahlreichen Aktionen beteiligen sich Hessens Kultur-Bewahrer am Internationalen Museumstag. Der soll den Häusern mehr Aufmerksamkeit verschaffen - klappt das?.

Ritter, Büchner und etwas „Schweine-Kram“: Rund 200 hessische Museen präsentieren zum 36. Internationalen Museumstag an diesem Sonntag (12. Mai) ihre Vielfältigkeit. „Die Hoffnung ist, die Arbeit der Museen ins Bewusstsein zu rufen“, sagte Ulrike Adamek vom hessischen Museumsverband in Kassel. Als freiwillige Leistungen in den Etats der Kommunen seien die Häuser heute gefährdeter denn je. Das solle der Öffentlichkeit deutlich gemacht werden, sagte sie.

Die Museen planen unter anderem Sonderführungen, Lesungen und Mitmach-Aktionen. Gerade kleinere Häuser hoffen auf mehr Aufmerksamkeit durch den bundesweiten Aktionstag: „Wenn sich kleine Museen beteiligen, dann profitieren sie auch“, sagte der Leiter des Niddaer Heimatmuseums, Reinhard Pfnorr. Die Einrichtung macht nach seinen Angaben seit mehreren Jahren mit und hat dabei gute Erfahrungen gesammelt.

Große Veranstaltungen sind wichtig

Das Vogelsberger Heimatmuseum in Schotten ist seit vier Jahren dabei: „Der Tag wird sehr positiv angenommen. Im vergangenen Jahr kamen 120 Besucher“, berichtete Museumsleiterin Elke Schmidt. Das sei sehr viel für die Einrichtung, die im gesamten Jahr etwa 2500 Gäste zähle. Die großen Veranstaltungen wie der Museumstag oder auch der Tag des offenen Denkmals seien wichtig für das Haus, sagte Schmidt. „Das sind Termine, die sich die Leute merken.“

Der Internationale Museumstag steht in diesem Jahr unter dem Motto „Vergangenheit erinnern – Zukunft gestalten: Museen machen mit!“ Der offizielle Hessen-Auftakt wird im Büchnerhaus im südhessischen Riedstadt-Goddelau gefeiert – passend zum Georg-Büchner-Gedenkjahr 2013. Der Dramatiker und Revolutionär wurde hier vor 200 Jahren geboren.

Auf Vielfalt in Museumslandschaft aufmerksam machen

Ende der 1970er Jahre wurde der Museumstag ins Leben gerufen, um auf die Vielfalt der Museumslandschaft aufmerksam zu machen. In Mittelhessen können Besucher am Sonntag zum Beispiel im Gießener Mathematikum knobeln, und in Nordhessen die Ausstellung „Schweine-Kram“ über das Leben von Schweinen im Landmuseum Wülmersen bei Trendelburg besichtigen. Das Museum Schloss Wilhelmshöhe in Kassel bietet passend zum Muttertag am 12. Mai die Führung „Geschichten von starken und berühmten Frauen“ an.

Das Deutsche Feuerwehr-Museum im osthessischen Fulda öffnet seine Pforten ebenso wie das Senckenberg-Museum in Frankfurt. Und im Stadtmuseum Hofheim am Taunus wird das Mittelalter lebendig: Ritter schlagen ihr Lager auf, es gibt Mittelalter-Spiele und Vorführungen passend zur Sonderausstellung. Auch zahlreiche Heimatmuseen präsentieren sich. In den meisten Museen ist der Eintritt frei. Nur einige Frankfurter Häuser spielten da nicht mit, sagte Adamek.

Quelle: op-online.de

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