Indonesien als Gastland

Museumsuferfest: Wo selbst Drache Barong tanzt

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Auch bei schlechterem Wetter wie im vergangenen Jahr stets ein Besuchermagnet: Das Frankfurter Museumsuferfest.

Frankfurt - 23 Museen, 17 Bühnen, 2,5 Millionen Besucher - das Museumsuferfest in Frankfurt ist wahrlich eines der größten Kulturfeste in Europa. Vom 28. bis 30. August ist es wieder soweit. Gastland ist diesmal Indonesien. Von Christian Riethmüller

Dahin zu gehen, wo der Pfeffer wächst, ist am letzten Augustwochenende kein Ding der Unmöglichkeit. Zumindest lässt sich dann am Frankfurter Mainufer ein Eindruck von einem der wichtigsten Anbaugebiete des Gewürzes gewinnen - Indonesien. Das riesige Inselreich in Südostasien ist dieses Jahr Gastland der Frankfurter Buchmesse. Wie schon viele Gastländer vorher wird auch Indonesien bereits das Museumsuferfest als „Aufwärmphase“ nutzen, um mit einem reichhaltigen Programm über seine Kultur zu informieren. In einer Zeltstadt direkt an der Untermainbrücke will das Land den Besuchern Gelegenheit geben, etwa mythologische Geschöpfe wie den Drachen Barong, die als Weltkulturerbe geadelten Tempeltänze oder Kulturen des Urwalds kennenzulernen. Zahlreiche indonesische Musiker und Bands werden zudem mit Jazz, HipHop und Pop, aber auch mit dem traditionellen Dangdut unterhalten.

Wer kulinarische Entdeckungsreisen liebt, soll ebenfalls auf seine Kosten kommen, wie die indonesische Generalkonsulin Wahyu Hersetiati gestern versprach. Unter dem Motto „Spice It Up!“ sollen nicht nur das auch in Deutschland längst bekannte Nasi Goreng oder Saté-Spieße, sondern auch allerhand raffinierte Schnellgerichte aus dem Land von Chilis und Pfeffer offeriert werden. Indonesien, das in diesem Jahr den 70. Jahrestag seiner Unabhängigkeit feiert, ist aber nicht nur mit seinen Ständen am Mainufer beim Museumsufer präsent. Auch in den Museen selbst sind Ausstellungen und Sonderschauen dem Gastland gewidmet. So ist im Weltkulturen Museum bereits eine von einer indonesischen Kuratorin konzipierte Schau zu sehen, und zum Fest selbst wird im Deutschen Architekturmuseum (DAM) die Ausstellung „Tropically Revisited“ gestartet, die sich mit den Ansätzen indonesischer Architekten für eine vom Klimawandel betroffene Welt beschäftigt.

Massenbelustigung beim Museumsuferfest

Insgesamt beteiligen sich 23 Museen mit zahlreichen Angeboten für alle Altersgruppen am Museumsuferfest. Mit dem Museumsuferfest-Button zum Preis von sieben Euro können während des Fests alle beteiligten Institutionen besucht werden. Besitzer einer Museumsufer-Card können auf den Button verzichten. Für sie ist der Museumsbesuch ohnehin kostenlos. Einer der Höhepunkte des Fests wird wieder das Abschlussfeuerwerk am Sonntagabend (30. August) sein. Es wird diesmal von indonesischer Musik begleitet.

Quelle: op-online.de

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