Musikbranche ehrt ihre Macher

Frankfurt - „Man spürt, schmeckt und riecht den Dreck von über 30 Jahren“, sagt Popstar Sasha und lacht in die Kamera. Ex-Außenminister Joschka Fischer betont gestenreich: „Irgendwann spielen sie alle hier. Wenn es hoch- oder wenn es runtergeht. Manchmal treffen sich die Wege.“ Von Kathrin Rosendorff

Die Rede ist von der „Batschkapp“, dem legendären Frankfurter Konzertlokal. Sasha und Fischer waren in einem kleinen Film zu sehen, den die Jury des „Deutschen Live Entertainment“-Preises (PRG LEA) gestern bei einer Pressekonferenz in Frankfurt zeigte und darin die drei Nominierten in der Kategorie „Club des Jahres“ vorstellte. Neben der „Batschkapp“ sind noch das „Knust“ in Hamburg und der „Luna-Club“ in Kiel vorgeschlagen. Alle drei Clubs bekamen für den Sprung in die Top 3 einen Scheck über jeweils 5000 Euro überreicht.

„Fantastisch“, findet das Matze Brunner, Programm-Macher der „Batschkapp“. Ob die „Kapp“ den ersten Platz erringt und damit zusätzliche 15.000 Euro gewinnt, steht aber erst am 20. März fest. Dann wird bei der Gala des „LEA“-Preises in der Festhalle das Geheimnis gelüftet. Die Preisverleihung ist gleichzeitig Auftakt zur Musikmesse Frankfurt und zur Eventtechnik-Schau „Prolight & Sound“, die beide von 21. bis 24. März auf dem Frankfurter Messegelände stattfinden. Insgesamt werden bei der „LEA“-Gala 15 Preise vergeben. Das besondere: Die Auszeichnungen gehen nicht an die Stars auf der Bühne, sondern an die Macher - also Konzertveranstalter, Club-Betreiber und Agenturen - dahinter. So ist beispielsweise als „Künstlermanager des Jahres“ Konrad Sommermeyer nominiert. Er hat die Karrieren der Pop-Durchstarter 2011 - Tim Bendzko oder Frida Gold - mächtig angetrieben. Bendzko und Frida Gold werden neben Star-Geiger David Garrett oder auch „Unser Star für Baku“-Verteter Roman Lob auf der Bühne rocken. Auch Jazz-Legende John McLaughlin, der an dem Abend den Frankfurter Musikpreis verliehen bekommt, wird eine Einlage geben. Moderator und Interviewer am Gala-Abend ist ZDF-Mann Ingo Nommsen ( „Volle Kanne“). Der Teilzeit-Musiker löst damit Götz Alsmann als Moderator ab.

Vorab bekam gestern bereits die „Green Music Initiative (GMI)“ aus Berlin den Jurypreis verliehen. Die GMI versucht Clubs und Festival-Veranstaltern eine Alternative aufzuzeigen, wie sie mit weniger Energieverbrauch und geringeren Emissionen feiern können. Entsprechende Projekte laufen bereits in Clubs in der Region.

Die Preis-Verleihung findet zum zweiten Mal in Frankfurt statt. „Wir sind sehr stolz, ein bisschen Glamour nach Frankfurt zu holen“, sagte Stadtrat Markus Frank (CDU).

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Thomas Siepmann/pixelio.de

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