Rampenlicht strahlt hinter die Kulissen

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Jazz-Legende John McLaughlin darf sich über den Frankfurter Musikpreis freuen

Frankfurt - Pünktlich zum Frühlingsbeginn am Dienstag blitzte es am Abend in Frankfurt gewaltig. Bei der Preisverleihung des Deutschen Live Entertainment Awards LEA 2012 in der Festhalle, bei der besondere Leistungen in der Live-Branche ausgezeichnet werden, ließen die Fotografen am roten Teppich nicht locker. Von Melanie Gärtner

So viele Stars und Sternchen aus der Musik- und Medienszene laufen einem schließlich nicht jeden Abend vor die Linse. Doch erfahrene Profis wie Metal-Sängerin Doro Pesch oder Michael Robert Rhein von der Mittelalterrockband „In Extremo“ ließen sich von den hektisch winkenden Fotografen nicht aus dem Konzept bringen und spielten mit dem Blick in die Objektive. Auch Folk-Rapper „Everlast“ hatte seinen Spaß und warf sich fürs Pressefoto in Pose. Noch nicht ganz so medienerprobt zeigten sich die Bandmitglieder von „Frida Gold“, die sich ganz nah an ihre Frontfrau Alina Süggeler drängten, die einmal mehr im Mittelpunkt des Interesses stand.

Sieben Live-Acts bei der Gala

Für die rund vierstündige Preisverleihung hatten sich die Veranstalter einiges einfallen lassen, um den Gästen den Abend zu versüßen. Neben einer fulminaten Lichtshow boten sieben Live-Acts willkommene musikalische Abwechslung zwischen all den Lobesreden. Liedermacher und Kabarettist Rainald Grebe unterhielt den Saal mit dem Stück „Ganz oben“, einer Satire auf die Karriere im Musikgeschäft. „Unser Star für Baku“ Roman Lob gab mit „Standig Still“ einen Vorgeschmack auf seinen Auftritt beim nächsten Eurovision Song Contest im Mai. Auch der eigens für die Veranstaltung aus New York eingeflogene Stargeiger mit Vorliebe für lange Haare und rockige Töne, David Garrett, griff bei seiner Interpretation des Klassikers „Live and Let Die“ kräftig in die Saiten. Der aus Aachen stammende Musiker war mit dem Berliner Veranstalter DEAG Classics für seine „Rock Symphonies“ mit dem Preis für die beste Hallen-/Arena-Tournee des Jahres ausgezeichnet worden.

Der LEA soll neben den Künstlern vor allem die Macher hinter den Kulissen ins Licht der Öffentlichkeit rücken. So wurden unter anderem Preise für den besten Künstlermanager des Jahres, der Preis ging an Helene Fischer-Manager Uwe Kanthak, und den besten Örtlichen Veranstalter, Gewinner war Prime Entertainment aus Köln, vergeben. Für die beste Nachwuchsförderung wurden Guerilla Entertainment, die Peter Rieger Konzertagentur, der Freibank Musikverlag und Sony Music für ihre Unterstützung des Sängers Tim Bendzko, bekannt durch den Hit „Nur Noch Kurz die Welt Retten“, ausgezeichnet.

Bilder von der Gala

Viele Promis bei der Musikmesse-Gala

Auch zwei Frankfurter Unternehmen durften sich über einen Preis freuen. Die Marek Lieberberg Konzertagentur wurde mit dem Preis für den besten Tourneeveranstalter geehrt, die Frankfurter Institution „Batschkapp“ erhielt von der „Initiative Musik“, einer Einrichtung der Bundesregierung zur Förderung der Musikwirtschaft, den Club-Award für den Club des Jahres. Der mit 20.000 Euro dotierte Preis kommt Betreiber Ralf Scheffler sehr gelegen - will doch der Club nach 35 Jahren in Eschersheim an einen größeren Standort an der Gwinnerstraße in Seckbach - unweit des Hessencenters - umziehen.

Ein Höhepunkt des Abends war die Verleihung des Frankfurter Musikpreises, der in diesem Jahr an den britischen Jazzgitarristen John McLaughlin ging. Er habe sich, laut Jury, nie Wert auf Genregrenzen gelegt, sondern sich in seinem Lebenswerk durch Respekt und Offenheit gegenüber anderen Kulturen und Musikrichtungen ausgezeichnet. Die Preisverleihung war zugleich Auftakt für die Musikmesse, die noch bis 24. März dauert.

Quelle: op-online.de

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