Todesraser verurteilter Räuber?

Frankfurt (dpa) ‐ Der geflüchtete mutmaßliche Todesfahrer von Frankfurt-Rödelheim ist ein verurteilter Straftäter. Der 25-Jährige sei vom Landgericht Gießen wegen drei Überfällen auf Supermärkte im Mai 2006 zu sechs Jahren Jugendstrafe verurteilt worden, berichtete gestern der Sprecher der Gießener Staatsanwaltschaft, Reinhard Hübner.

Ende vergangenen Jahres sei er auf Bewährung entlassen worden. Der Mann wird verdächtigt, mit dem Wagen seines Vaters am Samstagabend einen 14 Jahre alten Skateboard-Fahrer angefahren und tödlich verletzt zu haben.

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Nach dem Unfall war der Todesfahrer noch aus dem Auto ausgestiegen und sei dann geflüchtet, bestätigte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Frankfurt, Doris Möller-Scheu, einen Bericht von Radio FFH. Seitdem ist er spurlos verschwunden. Möller-Scheu sagte, die Behörde versuche, seinen Aufenthaltsort zu ermitteln, um ihn zu befragen. Ob der 25-Jährige tatsächlich der Todesfahrer ist, ist aber unklar. Sicher ist nach Polizeiangaben, dass er sich den Wagen öfter von seinem Vater, dem Halter des Unfallfahrzeugs, ausgeliehen hat. Ein Zeuge hatte die Polizei am Montagmorgen darüber informiert, dass er das mutmaßliche Unfallauto parkend in einer Straße im Stadtteil Ginnheim gesehen habe.

Die Frontscheibe und der linke Scheinwerfer des silbergrauen Mercedes-Kombi waren beschädigt und die Windschutzscheibe mit grauen Müllsäcken abgedeckt. Der Wagen der E-Klasse älteren Baujahres wurde daraufhin sichergestellt und vom Erkennungsdienst untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass ein Splitter, der an der Unfallstelle gefunden wurde, von dem beschädigten Scheinwerfer stammte, so die Polizei.

Quelle: op-online.de

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