„Es ist ein Alptraum.“

Mutter bestreitet vor Gericht Misshandlung ihrer Tochter

Limburg - In einem Prozess wegen versuchten Totschlags hat die Angeklagte vor dem Landgericht Limburg bestritten, ihre kleine Tochter schwer misshandelt zu haben. Sie habe das alles überhaupt nicht mitbekommen, erklärte die 30-Jährige heute unter lautem Weinen.

Die Frau soll laut Anklage ihr damals 15 Monate altes Kind im November 2013 an den Oberschenkeln gepackt und so geschüttelt haben, dass der Kopf „peitschenschlagartig“ hin- und herschleuderte. Das Mädchen wurde nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand mehrere Wochen stationär im Krankenhaus behandelt und erlitt bleibende neurologische Schäden. Das Kind sitzt heute im Rollstuhl, eine Kommunikation ist nicht möglich. Der Verteidiger äußerte am Rande des Prozessauftakts den Verdacht, es könne „eine andere Person gewesen sein“. Der Staatsanwaltschaft zufolge hat sich die Mutter zum Zeitpunkt der Tat nur mit einer weiteren Tochter in der Wohnung in Limburg aufgehalten. Die Angeklagte hatte den Notarzt gerufen. Nach eigenen Angaben ist die Frau seit zehn Jahren verheiratet. Sie hat noch zwei weitere, sechs und acht Jahre alte Töchter sowie zwei eineinhalb und fünf Jahre alte Söhne. Die Kinder leben bei den Schwiegereltern.

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dpa

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

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