Hinnerbäcker aus der Wetterau

Nach Ekel-Skandal: Neuer Bäcker übernimmt Mayer-Filialen

Frankfurt - Mit einem Hygieneskandal sorgt die Bäckerei Mayer für negative Schlagzeilen. Das schreckt einen Käufer aber nicht davon ab, die Filialen der insolventen Bäckerei zu übernehmen.

Auch das Nachfolge-Unternehmen der insolventen Bäckerei „Mayer“ ist pleite. Für die unter dem Namen Olcama GmbH firmierende Großbäckerei aus Frankfurt sei Ende Mai das Insolvenzverfahren eröffnet worden, teilte die Insolvenzverwalterin Ulrike Hoge-Peters heute mit. Für die Produktionsstätte im Stadtteil Rödelheim, die Ende April wegen gravierender Hygiene-Mängel vom Ordnungsamt geschlossen worden war, sei kein Käufer gefunden worden. Den 49 Mitarbeitern sei bereits gekündigt worden. 

Die zwölf Filialen sowie 60 Mitarbeiter des Unternehmens werden vom Wetterauer Traditionsunternehmen, Hinnerbäcker aus Wölfersheim, übernommen. Dies teilte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Kai Steinhauer, in einer Pressemitteilung mit. Demnach habe Hinnerbäcker schon seit längerem die Ausweitung auch nach Frankfurt geplant.

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„Durch das eingeleitete Insolvenzverfahren der Bäckerei Mayer ergab sich nun die Möglichkeit, attraktive Standorte in Frankfurt in das eigene Filialnetz zu integrieren“, so Steinhauer. Die wegen Hygienemängeln in die Schlagzeilen geratene Produktionsstätte in Rödelheim wird jedoch nicht übernommen. „Die Übernahme begrenzt sich ausschließlich auf ausgewählte Filialen sowie die rund 60 Mitarbeiter. Die Herstellung erfolgt an unserem Standort in Berstadt, um höchsten Ansprüchen an Qualität und Hygiene gerecht zu werden“, schildert Steinhauer. Bisher hat das Traditionshaus 57 Filialen in der Wetterau und dem Hochtaunus. Über den Kaufpreis gibt es keine Angaben.

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dani/pda

Quelle: op-online.de

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