Nach Razzia

Drei Fotografen erhalten Demo-Fotos zurück

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Drei der acht Fotografen, deren Wohnungen in der vergangenen Woche durchsucht worden waren, bekommen ihre Fotos von einer Demonstration in Frankfurt zurück.

Frankfurt - Drei der acht Fotografen, deren Wohnungen in der vergangenen Woche durchsucht worden waren, bekommen ihre Fotos von einer Demonstration in Frankfurt zurück. Das teilte eine Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit und bestätigte Medienberichte.

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Die Fotografen hätten bei der Demonstration im März vergangenen Jahres zweifelsfrei als Journalisten gearbeitet, deshalb sei ihr Material in dem Ermittlungsverfahren wegen der Verletzung eines Polizeibeamten nicht verwertbar. Alle drei Fotografen kommen aus Berlin. Auch die fünf übrigen Fotografen hatten gegen die Beschlagnahme ihrer Bilder Widerspruch eingelegt. In diesen Fällen muss nun das Frankfurter Amtsgericht entscheiden, ob sie tatsächlich als Journalisten fotografiert haben.

Bei der Demonstration gegen die Finanzpolitik war damals ein Polizist von Unbekannten angegriffen worden. Auf der Suche nach Beweismaterial hatten Ermittler Wohnungen von acht Fotografen in fünf Bundesländern durchsucht und Bilder sichergestellt. Aus Frankfurt kommt nach Angaben der Staatsanwaltschaft keiner der betroffenen Fotografen. Die Journalisten-Union in der Gewerkschaft Verdi sprach von einer ungeheuerlichen Aktion, die gegen die Pressefreiheit verstoße.

dpa

Quelle: op-online.de

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