Wenn zwei Flugzeuge zusammenstoßen...

Frankfurt - Nach der Loveparade-Katastrophe mit 20 Toten plant Frankfurt für Oktober die bislang größte deutsche Katastrophenschutzübung.

Am Frankfurter Flughafen wird es die bisher größte Katastrophenschutzübung in Deutschland geben. Dabei wird im Oktober ein neues System erprobt, mit dem die Erstversorgung der Verletzten besser werden soll, wie der ärztliche Leiter des öffentlichen Rettungsdienstes der Stadt, Leo Latasch, heute sagte. Rund 2500 Menschen sollen insgesamt an der Großübung teilnehmen, allein 500 von ihnen stellen Verletzte dar. Das Szenario geht dabei von einem Zusammenstoß zweier Flugzeuge auf der neuen Landebahn am Boden aus. Das Frankfurter Amt für Gesundheit werde die Übung koordinieren, sagte Latasch.

Bei der Übung am 9. Oktober sollen unter anderem Chips zum Einsatz kommen, die Informationen über die Opfer und deren Verletzungen speichern. Dies geschehe mit einem Armband über das die Menschen notfalls via Satellit lokalisierbar seien, sagte Latasch. Dadurch könnten Informationen über die Schwere der Verletzungen schnell an Leitstelle, Rettungsdienste und Krankenhäuser übermittelt werden. Bisher geschieht dies mit sogenannten Verletztenanhängekarten.

Das Projekt mit dem Namen SOGRO (Sofortrettung bei Großunfall) wird vom Bundesforschungsministerium unterstützt, wie Latasch berichtete. Es diene der Entwicklung der zivilen Sicherheitsforschung. Die Kosten für die Übung schätzte Latasch auf rund 350.000 Euro. Sie werde seit über einem Jahr vorbereitet.

dpa

Quelle: op-online.de

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