Nach Räumung von Camp 37 Anzeigen

Frankfurt - (dpa) Nach der Räumung des Widerstandscamps von Gegner des Frankfurter Flughafenausbaus im Kelsterbacher Wald am Mittwoch hat die Flughafengesellschaft Fraport gegen 37 Beteiligte Anzeigen wegen Hausfriedensbruch erstattet.

Das berichtete gestern die Frankfurter Polizei. 15 Männer und Frauen seien nach der Feststellung der Personalien des Platzes verwiesen und 22 erst im Laufe des Mittwochnachmittags und -abends aus dem Polizeigewahrsam entlassen worden.

Unter den 22 seien zehn Frauen gewesen, berichtete die Polizei. Das Durchschnittsalter der Waldbesetzer zwischen 16 und 60 Jahren gab sie mit rund 25 Jahren an. Die Gegner des Flughafenausbaus kamen aus den Niederlanden, Hamburg, Berlin, Niedersachsen und Hessen. Unter ihnen seien lediglich zwei Frankfurter gewesen.

Nach Angaben der Fraport waren bis gestern 95 Prozent der Einrichtungen des Camps zerlegt und abtransportiert worden. Die Ausbaugegner hatten seit dem Mai vergangenen Jahres in dem Camp ausgeharrt, wo sie in Zelten lebten und Holzhütten in Bäumen bauten. Sie wollten damit gegen den Bau einer zusätzlichen Landebahn für den Flughafen protestieren.

Quelle: op-online.de

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