Nach Schießerei vor Frankfurter Club „Katana“

Bewährung für „Hells Angels“-Rocker

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Archivbild vom Tatort

Frankfurt - Bei einem Streit im Rockermilieu fielen vor gut einem Jahr Schüsse. Der Schütze ist nun verurteilt worden.

Wegen unerlaubten Waffenbesitzes und Urkundenfälschung ist ein Mitglied der Rockergruppe „Hells Angels“ in Frankfurt zu zwei Jahren Bewährungsstrafe verurteilt worden. Das Amtsgericht verhängte heute außerdem eine Geldbuße von 2000 Euro gegen den 47-Jährigen. Die Summe soll an die Menschenrechtsorganisation Amnesty International fließen. Der Mitgeschäftsführer einer Frankfurter Diskothek hatte bei einer Auseinandersetzung im Juli 2014 vor dem Tanzlokal Katana mehrere Schüsse auf Kontrahenten abgegeben, die den Club stürmen wollten. Hintergrund sollen Flügelkämpfe innerhalb der "Hells Angels" gewesen sein. Bei der Festnahme des 47-Jährigen einige Wochen später wurde eine Pistole an seinem Körper sowie eine Repetierflinte in seiner Wohnung sichergestellt.

Darüber hinaus besaß er falsche österreichische Ausweispapiere. Vor Gericht räumte der Mann die Vorwürfe ein. Er habe die Waffen angeschafft, weil er Angst vor Vergeltung des verfeindeten „Hells Angels“-Flügel gehabt habe. Mit den falschen Papieren hätte er gegebenenfalls untertauchen können. Das ursprüngliche Verfahren wegen versuchten Totschlags wurde von der Staatsanwaltschaft Anfang dieses Jahres eingestellt, weil sie von Notwehr ausging. Der Angeklagte hatte vier Monate in U-Haft gesessen, wurde danach gegen Kaution aus der Haft entlassen. Trotz mehrerer einschlägiger Vorstrafen setzte das Gericht die zweijährige Strafe gegen den Rocker zur Bewährung aus. Er arbeite wieder regelmäßig und habe zwischenzeitlich geheiratet. Dies begründe eine positive Zukunftsprognose, hieß es im Urteil. (dpa)

Quelle: op-online.de

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