„Nach Schule direkt in die Lehre“

Wiesbaden - Das hessische Handwerk hat gefordert, mehr Schulabgängern den direkten Weg in die duale Berufsausbildung zu ermöglichen.

Der Präsident des Hessischen Handwerkstages, Bernd Ehinger, sagte, das hessische Handwerk unterstütze das Vorhaben des Kultusministeriums, das sogenannte Übergangssystem nach der Schule zu reformieren und zu optimieren. „Die vielen Warteschleifen nach der Schule müssen reduziert werden. “ Denn vor allem der direkte Übergang biete jungen Menschen mehr Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt.

„Wir sind froh über die Planungen des Kultusministeriums, die Zahl der jungen Menschen im Übergangssystem weiter deutlich zu verringern“, sagte Ehinger. „Was hier bereits geschafft wurde, ist vorbildlich.“ Die Zielvorgabe, von den derzeit rund 19 000 Schulabsolventen auf bald 15 000 im Übergang zu kommen, sei ehrgeizig. Dass es mittlerweile gelungen sei, die Zahl von 40 000 auf 19 000 junge Menschen in dem System zu reduzieren, zeige, wie erfolgreich gehandelt worden sei.

In vielen Branchen und Regionen sei es für Handwerksbetriebe zunehmend schwierig, passende Bewerber zu finden. Aber immer noch sei für nicht so leistungsstarke Jugendliche der direkte Einstieg in die Ausbildung mit Problemen behaftet. Ziel müsse es sein, junge Menschen ohne Umwege in eine Ausbildung zu führen. Natürlich seien nicht alle Angebote des Übergangssystems vollständig entbehrlich. „Es wird immer junge Leute geben, die nach der Schule Übergangsprobleme haben.“ Ihnen müsse geholfen werden.

Für das hessische Handwerk ist die weitere Vertiefung der Berufsorientierung an den allgemeinbildenden Schulen ein Schlüssel zum Erfolg. „Das ist eine alte Forderung des Handwerks an die Schulpolitik, und es wird dafür vieles bereits getan. Die weitere Verankerung rechtzeitiger und nachhaltiger Berufsorientierung ist eine zentrale Aufgabe. Hier unterstützen wir die Kultuspolitik“, sagte Ehinger.

ku

Quelle: op-online.de

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