Aufräumen hat begonnen

AfE-Turm: Die Dinos stehen noch

+
„Ja wie? Soll ich das jetzt alles alleine aufräumen?“ Den überforderten Kleinbagger am Schauplatz der Sprengung des AfE-Turms fotografierte Winfried Faust.

Frankfurt - Nach der Sprengung des AfE-Hochhauses hat das große Aufräumen begonnen. „Wir müssen erstmal für Sauberkeit und Ordnung sorgen“, sagte der Bauleiter der AWR Abbruch GmbH, Burkhard Muche, gestern.

Bauzäune, mobile Toiletten und Baugerüste an einigen Gebäuden würden derzeit abgebaut und abgeräumt. In der Nachbarschaft um den ehemaligen Turm seien zudem Putzkolonnen unterwegs. Die Reinigungsarbeiten werden nach Einschätzung Muches ein bis zwei Wochen dauern. Vordächer, Häuser und Glasscheiben würden vom Staub gereinigt. Außer vier bis fünf Glasscheiben seien keine Schäden bekanntgeworden. „Die Dinos stehen noch. Es ist alles gut gegangen“, sagte eine Sprecherin des Senckenberg-Museums direkt neben der Baustelle.

Mehrere schwere Bagger sollen in den nächsten Tagen damit beginnen den Bauschutt abzutransportieren, sagte Muche. „Die brauchen wir, um das Mikado, das wir hier haben, auseinanderzuziehen.“ Mit etwa der Hälfte der rund 50.000 Tonnen Bauschutt soll das rund zehn Meter tiefe Fundament aufgefüllt werden, damit sich die Bodenplatte nicht hebt.

Die Bilder der Sprengung

Hier fällt der AfE-Turm in Frankfurt

Die erfolgreiche Sprengung könnte in Wiesbaden Schule machen. Oberbürgermeister Sven Gerich (SPD) nannte eine Sprengung des alten R+V-Hochhauses vorstellbar. „Das würde am schnellsten gehen“, sagte er gestern. Der 19-stöckige Klotz, früher eine Versicherungszentrale, markiert in der Landeshauptstadt das obere Ende der schicken Wilhelmstraße. Über die Neugestaltung wird seit Jahren diskutiert. Seit 2007 gehört das Grundstück dem Investor IMF Immobilien AG, der letzte Jahr einen Abriss des nicht denkmalgeschützten Gebäudes ankündigte. Entstehen soll ein elfstöckiger Wohn- und Büroturm.

Uni-Turm-Sprengung in Frankfurt

dpa

Quelle: op-online.de

Kommentare