Pergola soll Krönungsweg abgrenzen

Nachbau der Altstadt liegt im Zeitplan

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Die Computerdarstellung zeigt die Rekonstruktion der Frankfurter Altstadt mit der geplanten Pergola (Mitte), die auf etwa 50 Metern den historischen Krönungsweg an der Kunsthalle Schirn (rechts) abgrenzen soll.

Frankfurt - Rot-, Erd-, Sand- und Blaugrautöne: Das Farbkonzept für die individuelle Gestaltung der 35 Altstadthäuser in Frankfurt steht. Mit dem Bau soll bis Anfang November begonnen werden. Bis dahin dürften auch die neuen Eigentümer ausgelost sein.

Die bis Ende des Jahres 2017 geplante Rekonstruktion der Frankfurter Altstadt ist im Plan: Im „Stadthaus am Markt“ wird am 15. Oktober Richtfest gefeiert, und spätestens Anfang November beginnen die Bauarbeiten für die 35 Altstadthäuser, wie Projektleiter Patrick Brummermann gestern bei der Vorstellung des Farbkonzepts für die Häuserfassaden sagte. Eine Pergola soll auf etwa 50 Metern den historischen Krönungsweg vom Römer zum Dom markieren und zugleich die Rampe zur Kunsthalle Schirn abgrenzen.

Diesem Vorschlag muss aber noch die Stadtverordnetenversammlung zustimmen. Die Kosten dafür seien ebenfalls noch unklar. „Das ist technisch eine komplizierte Ecke“, sagte Brummermann. Das Altstadt-Projekt in der City kostet nach derzeitigem Stand insgesamt knapp 170 Millionen Euro, die Stadt trägt davon etwa 100 Millionen Euro. Mehr als 400 Verkaufsgespräche für die 54 Wohnungen seien geführt worden, sagte Brummermann. Die Interessenten müssten bis 28. Oktober ihre Reservierungsvereinbarungen abgeben, 170 seien bislang eingegangen. Dann wird unter Aufsicht eines Notars gelost. Die Wohnungen sind nach früheren Angaben zwischen 35 und 190 Quadratmeter groß und kosten zwischen 5 000 und 7 250 Euro pro Quadratmeter. In der rekonstruierten Altstadt im Herzen der City sollen zudem Geschäfte und Gastronomie Platz finden.

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Die Gestaltungssatzung schreibe für die Häuser Sandstein im Erdgeschoss und Basalt im Sockel vor, sagte Markus Schlegel, Professor für Farb- und Architekturgestaltung der Hochschule Hildesheim. Die Fassaden der Häuser bestünden mehrheitlich aus Putz, aber auch aus Stein und Holz. Bei den Farben für die 15 Rekonstruktionen orientieren sich die Architekten weitgehend an dem Zustand um das Jahr 1900: Gebrochene Erd- und Sandtöne, rötliches Eisenoxid und Blaugrautöne. Den „typischen Farbkreis für Altstadt-Neubebauung“ beschrieb Schlegel ganz ähnlich. „Das wird aber nicht so eine Ton-in-Ton-Soße.“ Jedes Haus bekomme eine individuelle Note.

dpa

Quelle: op-online.de

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