Nachhaltigkeit ist und bleibt das Thema

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Auf die Fahne schreiben sich die Grünen die Entwicklung des Verkehrs hin zu einer „neuen Mobilitätskultur“ - etwa den Einsatz von Nachtbussen.

Frankfurt ‐ Die Bilanz kann sich sehen lassen - farbig, mit ansprechenden Fotos und gedruckt auf schwerem Papier. Doch die Grünen im Römer in Frankfurt wollen nicht nur hübsche Broschüren verteilen, sondern mit Taten überzeugen. Von Christian Riethmüller

Schließlich ist im nächsten Jahr Kommunalwahl, weshalb es nicht schaden kann, sich schon jetzt ein positives Zwischenzeugnis auszustellen. In dem geben sich die Grünen, die Frankfurt in einer Koalition mit der CDU regieren, durchaus ordentliche Noten. Besonders stolz ist die Partei auf die erreichten Erfolge beim Klimaschutz. Auf den Lorbeeren will man sich aber nicht ausruhen. Der bundesweit für Beachtung sorgende Siegeszug der Passivhäuser in Frankfurt soll vorangetrieben werden. Wie die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen, Martina Feldmayer, gestern in Frankfurt sagte, soll „die Passivbauweise Standard bei allen Neubauten werden, auf die die Stadt Einfluss hat.“ Diese Bauweise sei zwar um sieben bis acht Prozent teurer, doch dafür sei die Energieeinsparung immens.

Feldmayer wünscht sich außerdem, dass Frankfurt sein Beschaffungswesen komplett an den Kriterien der Nachhaltigkeit orientiert. Dies soll per Grundsatz verankert werden und garantieren, dass jeder Bleistift, jeder Computer oder auch jede Toilettenpapierrolle, die für die städtische Verwaltung bestellt werden, aus nachhaltiger Produktion stammt.

Auf die Fahne bei ihrer Leistungsbilanz der Jahre 2006 bis 2010 schreiben sich die Grünen auch die Entwicklung des Verkehrs hin zu einer „neuen Mobilitätskultur“ in der Stadt, womit vor allem die Anstrengungen für den Fahrradverkehr, aber auch den öffentlichen Personennahverkehr gemeint sind, etwa der Einsatz der Nachtbusse an allen Wochentagen.

Nicht mit Lob sparten Feldmayer, Grünen-Fraktionschef Olaf Cunitz und der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Stefan Majer übrigens für den Koalitionspartner CDU, was durchaus als Wunsch interpretiert werden darf, die Zusammenarbeit auch nach der nächsten Kommunalwahl fortzusetzen. Der Einsatz für den Klimaschutz wurde als „großes schwarz-grünes Projekt“ gepriesen, die gute und vor allem dezernatsübergreifende Zusammenarbeit betont und ein neuer Politikstil in Frankfurt gewürdigt.

Damit dürften die Grünen auch im Betragen eine positive Note erhalten, was der Versetzung aufs Regierungsbänkchen im Römer gewiss nicht abträglich ist.

Quelle: op-online.de

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