Hessen bei privater Nachhilfe auf Platz vier

Frankfurt- Die Eltern in Hessen geben mehr Geld für private Nachhilfe aus als im Bundesdurchschnitt. 124 Euro betragen die Ausgaben pro Schüler, 16 Euro mehr als im Bundesdurchschnitt.

Damit liegt Hessen an vierter Stelle nach Baden- Württemberg und Hamburg (je 131 Euro) sowie dem Saarland (129 Euro). Das Schlusslicht bilden Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern mit 74 Euro. Das geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Studie der Bildungsforscher Klaus und Annemarie Klemm für die Bertelsmann Stiftung (Gütersloh) hervor. Rund 1,1 Millionen Schüler nehmen der Studie zufolge bundesweit regelmäßig bezahlten Nachhilfeunterricht in Anspruch. Das ist etwa jeder achte (12,2 Prozent) der insgesamt neun Millionen Schüler an allgemeinbildenden Schulen. Die Eltern geben dafür insgesamt zwischen 942 Millionen und knapp 1,5 Milliarden Euro pro Jahr aus.

Hohe Frequentierung zum Ende der Grundschulzeit

Der Studie zufolge ist Nachhilfe bereits in der Grundschule an der Tagesordnung. Besonders häufig wird sie in Anspruch genommen, wenn es am Ende der Grundschulzeit um die Empfehlung für die weiterführende Schule geht. Die Sonderauswertung der IGLU Bildungsstudie aus dem Jahr 2006 ergab, dass im Schnitt aller Bundesländer 14,8 Prozent der Viertklässler Nachhilfe im Fach Deutsch erhalten. Baden-Württemberg hat auch dabei mit 18,5 Prozent die Nase vorn, Hessen liegt mit 17,3 Prozent an siebter Stelle.

dpa

Quelle: op-online.de

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