Mit Taschenlampen unter die Erde

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46 Museen und 14 Galerien in Frankfurt und Offenbach präsentieren ihre Dauer- und Wechselausstellungen.

Frankfurt - Bei der zehnten „Nacht der Museen“ öffnen am morgigen Samstag, 25. April, 46 Häuser in Frankfurt und Offenbach ihre Türen. Mit dabei sind auch wieder zahlreiche Galerien. Von Thomas Holzamer

Von 19 bis 2 Uhr können die Besucher die Dauer- und Wechselausstellungen der Museen einmal in anderem Licht sehen und zusätzlich rund 200 verschiedene Programmpunkte erleben. Führungen und Künstlergespräche, Performances, Lesungen und Vorträge, Film- und Videoprojektionen, Livemusik aus ganz unterschiedlichen Sparten, Open-Air-Veranstaltungen sowie Kulinarisches aus aller Welt - für jeden ist etwas dabei.

Zahlreiche Showacts sollen die Besucher begeistern.

Rund 40 000 Besucher zog es im vergangenen Jahr zur „Nacht der Museen“, und auch für diese Jahr hoffen die Organisatoren auf regen Zuspruch, denn die Frankfurter liegen zusammen mit Kassel auf Platz eins, wenn es um die meisten Museumsbesuche geht. 2007 kamen in den beiden Städten stolze 260 Museumsbesuche auf je 100 Einwohner. Zum Vergleich: Der hessische Durchschnitt liegt gerademal bei 79 Besuchen. Neu dabei ist das „caricatura museum frankfurt“. Das Museum für Komische Kunst, im historischen Leinwandhaus am Weckmarkt, zeigt seit Oktober 2008 neben Wechselausstellungen seine mehr als 4 000 Originalkarikaturen der legendären „Neuen Frankfurter Schule“.

Zur Nacht der Museen sind Achim Greser und Heribert Lenz, seit 1996 Karikaturisten und Illustratoren bei der FAZ, zu Gast. Im neuen Standort, in der Zwischenebene der Hauptwache, bietet das „kinder museum frankfurt“ Taschenlampenführungen durch die Ausstellung „Unter der Stadt“. Lampen müssen die Teilnehmer allerdings selbst mitbringen.

Eine Taschenlampenführung "Unter der Stadt" bietet das "kinder museum frankfurt" seinen kleinen Besuchern an. 

Auch die sanierte Villa Metzler ist zum ersten Mal dabei. Sie vermittelt mit ihren Epochensälen ein glänzendes Bild der historischen Wohnkultur von Barock bis Jugendstil. Nachtschwärmer können ihre kulturelle Entdeckungsreise später am Abend bei Musik ausklingen lassen. Ob zu Jazzklängen im Liebighaus, das zugleich seinen 100. Geburtstag feiert, in der „Afrika trifft Cuba“-Disco des Zoos, im Café des Kunstvereins mit DJ Weller oder auf der HR3-Party im Schirn Café - Auswahlmöglichkeiten gibt es genug. Einen Höhepunkt bildet bei der Nacht der Museen traditionell wieder die Ernst & Young-Benefizauktion im Museum für Angewandte Kunst. Versteigert werden ausgewählte Werke junger Künstler. Der Erlös geht dabei zu einem Teil an die Künstler und zum anderen Teil an die Frankfurter Städelschule und die Offenbacher Hochschule für Gestaltung.

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Auch wenn viele Museen zu Fuß zu erreichen sind, stehen in diesem Jahr wieder kostenlose Shuttle-Busse zur Verfügung, die die verschiedenen Museen in Frankfurt, Höchst und Offenbach miteinander verbinden. Nostalgisches Flair lassen eine Tram-Bahn aus den 50er Jahren und der gelbe Oldtimer-Postbus des Museums für Kommunikation aufkommen. Die Tram pendelt zwischen Zoo, Römer und dem Verkehrsmuseum Frankfurt, der Postbus entlang des Museumsufers. Wer möchte kann auch in See stechen: Zwischen dem Eisernen Steg und dem Städel lädt ein Schiff zur Überfahrt ein. Zudem sind entlang des Mainufers auch die Velotaxen unterwegs und bieten den Besuchern der Museumsnacht einen Gratis-Shuttleservice.

Sonderfahrten

Für die Hin- und Rückfahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln hat der RMV einen Sonderfahrplan für viele Linien aufgestellt. Bis etwa 1 Uhr nachts verkehren alle Linien planmäßig, danach fahren die Nachtbuslinien n1 bis n8, n11 und n62/n63 jede halbe Stunde von 1.30 bis 3.30 Uhr in alle Frankfurter Stadtteile und nach Offenbach. Auch die regionalen Nachtbuslinien sind bis 3.30 Uhr unterwegs.

Hier können Sie den Shuttel- und Museums-Plandownloaden und ausdrucken.

Zudem fahren mehrere U- und Straßenbahnlinien bis 2.30 Uhr. Zwischen Frankfurt-Höchst und Offenbach- Ost fahren zusätzliche Züge um 1.09 und 1.39 Uhr ab Frankfurt-Höchst und um 1.23 Uhr ab Offenbach-Ost. Ein weiterer Zug fährt um 0.43 Uhr ab Frankfurt-Süd nach Bad Homburg. Auf der Regionalbahn-Linie 12 (Frankfurt-Hauptbahnhof – Königstein) fahren die Züge im Stundentakt bis 0.47 Uhr ab Frankfurt-Hauptbahnhof nach Königstein. Die letzte Abfahrt dort ist um 0.01 Uhr. Wie immer kann am „Knotenpunkt“ Konstablerwache bequem zwischen den verschiedenen Linien umgestiegen werden. Detaillierte Informationen zu den Sonderfahrzeiten sind im Programmheft der Nacht der Museen zu finden. Zusätzliche Auskünfte gibt es bei der RMV-Hotline unter z 01805 7684636 und im Internet: www.rmv.de.

Infos, Karten und Programme

Die Karten und Programme sind in den Museen sowie in den bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. Mit dem Ticket für 12 Euro haben die Besucher freien Eintritt in alle teilnehmenden Museen und Ausstellungshäuser. Für Besitzer der Museumsufer- Card, der Jahreskarte für die Frankfurter Museen zum Preis von 75 Euro, ist der Besuch der Nacht der Museen kostenlos. Dies gilt auch beim Erwerb der Museumsufer- Card an der Abendkasse.

Gewinnspiel

Wer Glück hat, kann sich den Eintrittspreis jedoch sparen und seine Karten für die zehnte Nacht der Museen einfach gewinnen: Die ersten fünf Leser unserer Zeitung, die heute Mittag um Punkt 12 Uhr unter unserer Gewinnspielnummer 069/ 8570681 anrufen, gewinnen jeweils zwei Eintrittskarten. Diese können am Samstag ab 18.30 Uhr am Infostand auf dem Römerberg abgeholt werden.

Quelle: op-online.de

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