Nächstes Verfahren beginnt

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Umstritten: das Kraftwerk Staudinger in Großkrotzenburg.

Großkrotzenburg/Darmstadt - Das Genehmigungsverfahren um den umstrittenen Block 6 für das E.ON-Kohlekraftwerk Staudinger in Großkrotzenburg geht in die nächste Runde.

Das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt leitete am vergangenen Montag formell das immissionsschutzrechtliche Genehmigungsverfahren ein. Dabei soll laut Mitteilung des RP geprüft werden, ob die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden. Bewertet werden soll, ob der 1 100-Megawatt-Block schädliche Auswirkungen auf Mensch und Natur befürchten lässt.

Von diesem Montag, 21. Juli, bis zum 3. September können Einwendungen gegen das bis 2013 geplante 1,23 Milliarden Euro-Projekt des Energiekonzerns eingereicht werden. Die Beschwerden werden laut RP voraussichtlich vom 10. November an mit E.ON und Kraftwerksgegnern bei einem Erörterungstermin diskutiert. Jüngst hatte das Regierungspräsidium Darmstadt im vorangegangenen Raumordnungsverfahren grünes Licht für das Vorhaben gegeben.

Ihre Zustimmung hatte die Behörde jedoch an Bedingungen geknüpft. Grenzwerte für die Schadstoffbelastung müssten deutlich unterschritten und drei alte Blöcke stillgelegt werden. Es dürfe außerdem kein anderer Brennstoff als Steinkohle verwendet werden. Die Möglichkeiten zur Auskoppelung von Fernwärme müssten so weit wie möglich ausgeschöpft werden.

Die aus mehr als 20 Aktenordnern bestehenden Antragsunterlagen seien bereits an 22 Offenlegungsstellen der betroffenen hessischen und bayerischen Städte und Gemeinden zugeschickt worden, schrieb das RP. Die Unterlagen können Interessierte vom 21. Juli bis 20. August einsehen.

Die Antragsunterlagen können in folgenden Städten und Gemeinden eingesehen werden: Großkrotzenburg, Hanau, Bruchköbel, Erlensee, Freigericht, Langenselbold, Maintal, Rodenbach, Hasselroth, Hainburg, Heusenstamm, Mainhausen, Mühlheim, Obertshausen, Rodgau, Seligenstadt, Offenbach, Babenhausen,l Alzenau, Kahl, Karlstein, Kleinostheim).

dpa

Quelle: op-online.de

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