Nächte sollen ruhiger werden

Frankfurt (mic) ‐ Mehr Herz-Kreislauf-Erkrankungen, mehr Depressionen und Folgekosten, die sich allein im Umfeld des Frankfurter Flughafens binnen zehn Jahren auf 400 Mio. Euro summieren.

Das Umweltbundesamt (UBA) hat zahlreiche internationale Studien zu den Folgen nächtlichen Fluglärms ausgewertet und sein Fazit gestern der Fluglärmkommission vorgelegt. Es fordert ein mindestens achtstündiges Nachtflugverbot. Die Fluglärmkommission verabschiedete daraufhin eine Resolution, in der von der hessischen Landesregierung ein echtes Nachtflugverbot zwischen 23 und 5 Uhr verlangt wird - so wie in der Mediation vorgesehen.

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Zusätzlich hält man die Belastung zwischen 5 und 6 sowie zwischen 22 und 23 Uhr für derart hoch, dass auch hier dringend Flugbewegungen reduziert werden müssten. Bei der Abstimmung hätten alle 30 in der Kommission vertretenen Kommunen für die Resolution gestimmt, sagte Vorsitzender Jühe. Die Vertreter der Luftfahrtbranche hätten abgelehnt. Das Gremium, das beratende Funktion hat, will das Papier an Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und Wirtschaftsminister Dieter Posch (FDP) übergeben.

Quelle: op-online.de

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