Goldsteiner Lieblingsmensch

Namika mit Heimspiel im ausverkauften Gibson Club

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Namika bringt viel Natürlichkeit auf die Bühne.

Frankfurt - HipHop trifft auf Pop, Dancefloor und Soul – Authentizität auf Be-Sinnlichkeit: Die Frankfurter Newcomerin Namika feiert im rappelvollen Gibson Club mal wieder ein Heimspiel, das bei allen großen und kleineren „Lieblingsmenschen“ für Begeisterung sorgt. Von Peter H. Müller 

In zwei Wochen schlägt die Goldsteiner Selfmade-Ausgabe von Missy Elliott gleich noch einmal an der Zeil auf. Auch diese Gibson-Show ist ausverkauft. Hanan Hamdi alias Namika ist derzeit in aller Munde. Seit ihrem Nummer-1-Sommerhit „Lieblingsmensch“ hat sich einiges verändert für die 24-Jährige. Ganz einfach ist die Verortung von Songs wie „Hellwach“ (der auch beim „Bundesvision Song Contest“ für Hessen ins Rennen gegangen war), „Broke“ oder „Coole Katze“ nicht. Namika hat dem HipHop die scharfen Kanten genommen, Rap und melodischen Gesang zu einem charmanten Amalgam gemixt, das ehedem auch schon Max Herre oder Freundeskreis in die Charts gehievt hat – nur eben ohne die „Na-Mi-Ka“-typischen orientalischen Einflüsse.

Im Gibson streut sie sogar ein kleines Akustik-Set ein, das eindrucksvoll belegt: Hier ist auch eine ambitionierte Soul-Stimme am Werk. Eine, die ihr eigenes Ding macht. Und das ist nicht nur im programmatischen Song „90s Kids“ von den Erfolgs-Sounds der 1990-er inspiriert ist. Die Zutaten: Eine souveräne, mit Backvocal-Sängerin verstärkte Band, groovende Beats, ganz viel Natürlichkeit und Texte, die erzählen, wie es ist, das Leben und sich selbst zu feiern. Namika, die als Kind der dritten Migranten-Generation „in Marokko immer die Deutsche und in Deutschland immer noch die Marokkanerin war“, weiß, wovon sie spricht. Und das scheint auch ihr vorwiegend junges Publikum so zu sehen.

Konzert von Namika im Gibson Club Frankfurt: Bilder

Quelle: op-online.de

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