Naturwunder: Die Schätze der Erde

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Die Iguaçu-Wasserfälle gelten als eines der spektakulärsten Naturwunder der Welt.

Amazonas, Halong, Iguaçu - diese Namen stehen für drei von unzähligen Kunstwerken, die von der Natur erschaffen wurden. Erfahren Sie mehr über die schönsten Plätze unserer Erde.

Die UNESCO ernennt ausgewählte Landschaften zum Weltkulturerbe. Nur einzigartige Naturdenkmäler dürfen diesen Titel tragen.

Schillernde Gletscherwelt der Antarktis

Die Arktis ist sicherlich eine der lebensfeindlichsten Regionen der Welt. Doch sie übt seit jeher eine Faszination auf Menschen aus: Die unberührte Eislandschaft, die wilden Tiere und die extremen Klimabedingungen fernab von menschlicher Zivilisation locken jährlich rund 30.000 Besucher nach Grönland.

Mit einer Nord-Süd-Ausbreitung von über 2.600 Kilometern ist Grönland die größte Insel der Welt - rund vier Mal so groß wie Frankreich. Doch das ewige Eis schmilzt, die Erderwärmung bedroht das einzigartige Naturwunder.

Naturwunder der Wassergewalt: Die Iguaçu-Wasserfälle

Die Iguaçu-Wasserfälle sind breiter als die Victoria-Fälle und höher als die berühmten Niagara-Fälle. Sie liegen an der Grenze zwischen Brasilien und Argentinien und sind die größten Wasserfälle der Erde. Über eine Million Touristen reisen jährlich an, um das Naturwunder zu sehen.

Iguaçu bedeutet in der Indio-Sprache so viel wie „großes Wasser“. Je nach Wassermenge des Flusses rauschen zwischen 150 und 200 einzelne Wasserfälle die steilen Abhänge hinunter. Mit einem mächtigen Donnern stürzen die Wassermassen bis zu 80 Meter in die Tiefe.

Amazonien – die grüne Lunge der Erde

Das Amazonas-Gebiet ist das größte zusammenhängende Regenwaldgebiet der Erde. Hier werden immer wieder bislang unbekannte Tier- und Pflanzenarten aufgespürt. Allein seit 2001 sind es mehr als 1200, berichtet die Umweltstiftung WWF. Das entspricht im Schnitt einer neu entdeckten Art alle drei Tage. Doch 17 Prozent der Waldfläche wurden in den vergangenen 50 Jahren zerstört – ein Gebiet doppelt so groß wie Spanien. Alarmierend, wenn man bedenkt, wie viele Arten auszusterben drohen, bevor sie entdeckt werden.

Die Dracheninseln Vietnams in der Halong-Bucht

Tausende Kalksteininseln machen die Halong-Bucht in Vietnam zu einem Naturwunder. Die kargen Felsformationen ragen wie Zuckerhüte aus dem Meer. Kaum eine der rund 3000 Inseln ist für Menschen bewohnbar ¬– zu steil sind ihre Küsten, zu karg der Boden.

Einer vietnamesischen Legende nach schickte der Himmel einen Drachen auf die Erde, als das Volk der Viet angegriffen wurde. Dieser zerschlug die Feinde mit seinem mächtigen Schwanz und riss tiefe Furchen in das Land. Als der Drache im Meer abtauchte, stieg das Wasser an und überflutete die Gegend. Zurück blieben die Spitzen der aufgewühlten Erde der Halong-Bucht.

Deutschlands Naturwunder: Das Wattenmeer

Die Landschaft des Wattenmeers steht im Wechsel der Gezeiten. Zweimal am Tag wird bei Ebbe der Meeresboden auf einer Breite von bis zu 20 Kilometern freigelegt. Nach rund sechs Stunden spült die Flut regelmäßig neue Nährstoffe an. Ein Quadratmeter Wattboden enthält mehr tierische Biomasse als der Boden tropischer Urwälder. Mehr als 3000 Tierarten leben hier.

Mit einer Gesamtfläche von 13.000 Quadratkilometern besitzt das mitteleuropäische Wattenmeer die weltweit größte zusammenhängende Wattfläche und zählt zu den größten Feuchtgebieten der Erde. Vom Erhalt der Landschaft profitieren auch Touristen: Für sie ist das Naturwunder ein Ort der Erholung, an dem sie die unendliche Weite und das angenehme Klima genießen.

Quelle: op-online.de

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