Gesundheitsschäden, Wassergefährdungen und mehr

Umweltministerin bleibt dabei: Nein zu Fracking

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Wiesbaden - Gesundheitsschäden, Wassergefährdungen und mehr sind die Bedenken: Die hessische Regierung ist weiterhin gegen die umstrittene Gasförderung Fracking. Nein sagen auch die SPD, Grüne und Linke.

Hessens Umweltministerin Lucia Puttrich (CDU) bleibt vorerst bei ihrem Nein zur umstrittenen Gasförderung Fracking. Es gebe einen breiten Konsens, Fracking im Land nicht anzuwenden, solange Gesundheitsschäden, Wassergefährdungen und der Einsatz umwelttoxischer Stoffe nicht ausgeschlossen werden könnten, sagte sie heute im Landtag in Wiesbaden. Auch SPD, Grüne und Linke sprachen sich dagegen aus, die FDP zeigte sich offener.

Die Linkspartei scheiterte dennoch mit einem Antrag, die Gasförderung aus tiefen Gesteinsschichten in Hessen zu verbieten. Dabei kollidieren nach Darstellung Puttrichs Bundes- und Landesrecht. „Eine Rechtsverordnung in Hessen zu ändern, ohne dass eine gesetzliche Grundlage im Bundesberggesetz vorhanden ist, geht schlicht und einfach nicht“, sagte sie. Stattdessen müsse das Bundesrecht geändert werden.

Der FDP-Abgeordnete Frank Sürmann plädierte dafür, sich nicht grundsätzlich alternativen Fördertechnologien zu verschließen. „Wer die Chancen liegenlässt, der verkauft den Wert Deutschlands“, sagte er. Bundeseinheitliche Regeln seien nötig. Beim Fracking werden zum Aufsprengen neben Wasser und Sand auch Chemikalien in das Gestein in größere Tiefe gepumpt. Weil die Technik und mögliche Risiken noch nicht so gut erforscht sind, ist ihr Einsatz umstritten.

dpa

Quelle: op-online.de

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