Verfahren gegen „Sturm 18“ läuft

Anklage erhoben: Neonazi misshandelt 46-Jährigen eine Woche lang

Kassel - Zwei Neonazis sollen in Kassel einen 46-Jährigen eine Woche lang gefangen gehalten und mit Schlägen und Tritten gequält haben sollen. Die Tat ereignete sich im Dunstkreis des rechtsextremen Vereins „Sturm 18“.

Gegen den mehrfach vorbestraften Kasseler Neonazi Bernd T. hat die Staatsanwaltschaft Kassel wieder Anklage erhoben. Er soll Mitte April zusammen mit anderen Mitgliedern des Neonazi-Vereins "Sturm 18" unter anderem einen 46-Jährigen eine Woche lang gefangen gehalten und misshandelt haben. Die Behörde wirft Bernd T. unter anderem Freiheitsberaubung, räuberische Erpressung, Nötigung und Bedrohung vor. T. sitzt deshalb in Untersuchungshaft. Das Landgericht Kassel habe allerdings noch nicht darüber entschieden, ob es zu einem Prozess kommt, betonte heute ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. 

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Unterdessen arbeitet das hessische Innenministerium weiter an einem Verbot von "Sturm 18". Das im Juni 2014 begonnene Verfahren laufe weiter, sagte ein Ministeriumssprecher. Der extrem gewalttätige T. gilt als wichtige Figur der rechtsextremen Szene in Kassel. Er hat bislang einmal als Zeuge im Münchener NSU-Prozess ausgesagt. Eine zweite Ladung für Ende April ließ er platzen, weil er angeblich krank war.

Neonazi-Demonstration vor NSU-Prozess

dpa

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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