Makler gesteht Nestlé-Erpressung

Frankfurt - Zum Auftakt seines Prozesses hat ein Versicherungsmakler am Freitag gestanden, den Nahrungshersteller Nestlé mit vergifteter Babynahrung erpresst zu haben.

Vor dem Landgericht Frankfurt nannte der 51 Jahre alte Familienvater private und geschäftliche Schulden in sechsstelliger Höhe als Motiv für die Tat. Er hatte im April dieses Jahres an die Frankfurter Nestlé- Zentrale ein Päckchen mit einer Dose vergifteter Babynahrung geschickt. In einem beiliegenden Schreiben forderte er 730.000 Euro.

Der Mann drohte, eine größere Anzahl vergifteter Dosen in verschiedenen Supermärkten zu deponieren. Am geplanten Tag der Geldübergabe wurde der in Nordhessen wohnende Mann in der Nähe von Warburg (Westfalen) festgenommen. Dabei war er auch noch erheblich alkoholisiert. Die Strafkammer will den Prozess an einem Verhandlungstag abschließen.

dpa

Quelle: op-online.de

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