Bund der Steuerzahler

Nur Neu-Isenburg senkt Steuer

Wiesbaden (re) - An den Beispielen der Kreise Offenbach und Main-Kinzig hat der Bund der Steuerzahler (BdSt) in Hessen die aktuelle Steuerpolitik der Städte und Gemeinden aufbereitet. Ergebnis: Die meisten Kommunen haben ihre Steuern erhöht.

Von den insgesamt 42 Städten und Gemeinden in den beiden Kreisen erhöhten in diesem Jahr 22 mindestens eine kommunale Steuer. Sieben stockten gleich die Hebesätze aller drei sogenannten Realsteuern (Gewerbesteuer, Grundsteuer A und B) auf. Neu-Isenburg minderte als einzige Stadt die Steuerbelastung und senkte den Hebesatz der Gewerbesteuer.

„Wir haben alle Steuersätze und die Bagatellsteuern erhoben, so dass jeder auf einen Blick erkennen kann, wie sich die Belastung der Bürger und Betriebe in seiner Gemeinde und im Vergleich zu anderen darstellt,“ erläuterte Ulrich Fried, Vorsitzender des hessischen Steuerzahlerbundes.

 Hanau (430 Prozent) und Maintal (410 Prozent) verlangen zwei Städte mehr als 400 Prozent bei der Gewerbesteuer. Im Durchschnitt liegt der Hebesatz für die Gewerbesteuer in den 42 betrachteten Kommunen bei 339 Prozent. Teuerste Stadt im Kreis Offenbach ist hier Dietzenbach mit 380 Prozent, günstigste Mainhausen (310).

Pornosteuer in Hanau, Mainhausen und Neu-Isenburg

Die Spannweite bei der Grundsteuer B, die auf wohnlich genutzte Fläche erhoben wird, reicht von 200 Prozent in Gründau bis zu stolzen 450 Prozent in Langen. Der Durchschnittswert liegt bei dieser Steuer bei 292 Prozent.

In Langen und Neu-Isenburg wird dagegen auf die Grundsteuer A für land- und forstwirtschaftlich genutzte Flächen ganz verzichtet. Im Landkreis Offenbach wird bis auf Heusenstamm und Obertshausen überall eine Spielapparatesteuer erhoben. Hanau, Mainhausen und Neu-Isenburg verlangen zudem eine Steuer für die Vorführung von Filmbildstreifen (Pornosteuer).

In 30 der 42 Kommunen wird neben der üblichen Hundesteuer auch noch eine Steuer für gefährliche Hunde erhoben. Die Hundebesitzer müssen für ihre Tiere in vielen Kommunen mindestens zehnmal soviel Steuern bezahlen wie für einen „normalen“ Hund, etwa in Rodgau, wo 613,55 Euro pro Jahr für einen als gefährlich eingestuften Hund fällig sind.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Jörg Siebauer/pixelio.de

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