Neue Fahrspuren braucht das Land

Wiesbaden - Im Kampf gegen Staus auf Hessens Autobahnen will (FDP) weitere Seitenstreifen zeitweise für den Verkehr freigeben. „Wo immer dies möglich und sinnvoll ist, werden wir das tun“, sagte Posch der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. (dpa)

Derzeit seien im Rhein-Main-Gebiet 65 Kilometer Seitenstreifen zeitweise befahrbar. „Nicht zuletzt deswegen ist die Dauer der Staus seit 2004 um 70 Prozent zurückgegangen.“ Wenn er von seinem Heimatort Kassel in Richtung Süden fahre, spüre er deutlich, „dass an berüchtigten Staustellen jetzt eine Spur mehr vorhanden ist“, berichtete der Minister.

Der Masterplan der Hessischen Straßen- und Verkehrsverwaltung sehe eine Nutzung der Seitenstreifen auf einer Länge von rund 350 Kilometern vor, erläuterte Posch. Er betonte, er werde das von der CDU-Landesregierung begonnene Projekt „Staufreies Hessen 2015“ selbstverständlich fortführen. Außer für eine Entlastung der Straßen will sich der FDP-Politiker auch für den Schienenverkehr einsetzen: „Eines meiner zentralen Anliegen ist die Stärkung des Schienenknotenpunkts Frankfurt.“

Die Landesregierung hat im Jahr 2004 die Initiative „Staufreies Hessen 2015“ auf den Weg gebracht, im Jahr darauf starteten ersten Projekte. Das ehrgeizige Ziel formulierte Ministerpräsident Roland Koch: „Bis 2015 soll Hessen in den Verkehrsmeldungen nicht mehr vorkommen.“ Eine Vielzahl von Maßnahmen und Projekten soll dazu beitragen, die Verkehrsströme künftig besser steuern zu können und die Straßen somit langfristig zu entlasten. So sammeln Messstellen an Autobahnen Informationen über die Verkehrsdichte. Elektronische Anzeigetafeln informieren Autofahrer über aktuelle Verkehrsstörungen und Alternativrouten. An vielbefahrenen Autobahnen, etwa an der A 5 und der A 3, werden zeitweise die Seitenstreifen für den Verkehr freigegeben.

Quelle: op-online.de

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