Haus der Geschichte

Kommentar: Für Neues kein Geld

Frankfurt/Rhein-Main - Ein Haus der Geschichte des Bundeslandes Hessen - die Zeit dafür sei reif, meint die Koalition. Tatsächlich verspricht die Frage, ob ein solches Haus tatsächlich gebaut oder nicht besser virtuell entwickelt werden sollte, spannende Diskussionen. Von Petra Wettlaufer-Pohl

Etwa darüber, ob nur ein Haus aus Stein erleb- und begreifbar ist. Ob ein virtuelles Museum nicht nur eines von unzähligen Angeboten im Netz ist, das zur Identifikation kaum taugt.

Andererseits wäre ein Museum im Internet wahrscheinlich für weniger Geld zu haben, wäre leichter ausbaubar und dank technischer Innovationen und vieler weiterführender Links gerade für die junge Generation ein Anreiz, sich mit der Geschichte Hessens zu beschäftigen.

Doch das Land ist so hoch verschuldet wie nie zuvor. Es hat seine Last, bestehende Kultur- und Bildungseinrichtungen zu erhalten und zu fördern. Prestigeobjekte wie neue Museen - ob nun virtuell oder real - müssten sich da von selbst verbieten.

Die Zeit ist reif - reif dafür, endlich ans Sparen zu denken.

Quelle: op-online.de

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