Neustart für Hotelprojekt

Frankfurt (mic) - Ein lange als gescheitert geltendes Projekt nimmt wieder Fahrt auf: das neue Rennbahn-Hotel eines chinesischen Investors. Bis 2014, dies sagte jetzt ein Sprecher der chinesischen Huarong-Gruppe zu, soll nun der 266-Zimmer-Komplex stehen.

Nach Angaben der Frankfurter Rundschau (FR) wurde die Nachricht, dass die Chinesen das Bauvorhaben weiterhin verfolgen wollen, im Römer mit Erleichterung aufgenommen. Seit dem Baubeginn im Jahre 2008 war es wiederholt zu Unterbrechungen der Bautätigkeit in Niederrad gekommen. Zuletzt vor einem Jahr. Seitdem rührte sich dort keine Hand mehr.

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Nach Auffassung der Investoren macht das Vorhaben nach wie vor Sinn. Für chinesische Geschäftsleute zählt Frankfurt immer häufiger zu den Top-Adressen europaweit. Von Vorteil ist die Nähe des Flughafens aber nicht nur für die „Economy-Class“, sondern auch für Touristen aus dem Reich der Mitte, die vom Main aus ihre Europa-Rundreisen starten. In beiden Gruppen will man sich künftig als Anlaufpunkt positionieren.

Im nächsten Frühjahr soll der Rohbau beendet sein

Nach dem FR-Bericht floss hinter den lokalpolitischen Kulissen erheblicher Schweiß, um das China-Hotel wieder flottzubekommen. Offensichtlich hatte man in Fernost die Kosten des Projekts erheblich unterschätzt. Von prognostizierten 40 Millionen stieg die Prognose auf weit über 60 Millionen Euro. Angeblich wurden jetzt durch Huarong offene Rechnungen bei beteiligten Baufirmen in Millionenhöhe bezahlt. Daraufhin kehrten die Arbeiter auf die Baustelle zurück. Bis zum kommenden Frühjahr soll der Rohbau beendet sein. Ein Hotel mit gutem Renomee würde auch die Rennbahn aufwerten.

Hinsichtlich des künftigen Betreibers fällt ein neuer Name: die Soluxe Hotel Management. Die Tochter der China National Petroleum Corporation ist auf dem Hotelmarkt in China und in anderen Ländern aktiv. Vorgänger von Soluxe war die Gesellschaft Meritus.

Quelle: op-online.de

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