Fluglärm-Debatte

Noch kein Vorstoß bei Lärmpausen

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Frankfurt - Obwohl die Schaffung von „Lärmpausen“ in den Tagesrandstunden ein zentrales Ziel der neuen Landesregierung zur Verminderung des Fluglärms darstellt, sind bislang keine Initiativen aus Wiesbaden an die Deutsche Flugsicherung (DFS) herangetragen worden. Von Michael Eschenauer 

Wie Sprecherin Kristina Kelek erklärte, gibt es keine konkreten Vorbereitungen für die Ausdehnung des DROPS-Konzepts. Dabei werden zwischen 5 und 6 Uhr sowie zwischen 22 und 23 Uhr nach Tagen wechselnde Start- und Landebahnen genutzt. Der Effekt sind die „Lärmpausen“.

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Der Geschäftsführer des Umwelt- und Nachbarschaftshauses, Günter Lanz, ist hier „zurückhaltend optimistisch“. Derzeit werde das DROPS-Verfahren bei den Starts zwischen 5 und 6 Uhr praktiziert. Es läuft laut Lanz „völlig problemlos“. Dabei erfolgen alle Starts – dies sind zwischen zwei und zwölf –entweder über die 18-West oder die Centerbahn. Lanz glaubt, dass dies auch bei den Landungen spätabends und frühmorgens möglich wäre. Beurteilt werden müssten die Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit des Bahnsystems. Kelek vertritt hier eine skeptischere Position.

Auch beim steileren Anflug sieht Lanz Potenzial. Dabei würden die Flugzeuge länger in 2400 Metern Höhe verharren, um dann mit steilen 4,5 Grad abzusteigen. Den Restanflug absolvierten sie mit einen Drei-Grad-Sinkwinkel. Sie überflögen Offenbach dann 235 und Hanau 500 Meter höher, was den Lärm mindern soll. Nach Tests stellt sich die Frage, ob sich normaler und steiler Anflug kombinieren lassen. Kelek sieht hier noch keinen Einführungstermin. „Steeper Approach“ sei eher noch in einem Versuchsstadium.

Quelle: op-online.de

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