„Notwendige Konsequenzen gezogen“

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Volker Hoff

Wiesbaden (dpa) ‐ Volker Hoff (CDU) wird nun doch sein Mandat im Landtag niederlegen. Er arbeitet ab heute als „Direktor für Regierungsbeziehungen“ im Opel-Vorstand. An einer von ihm zunächst angestrebten Doppelfunktion als Volksvertreter und Auto-Lobbyist hatte es auch in den Reihen der FDP Kritik gegeben.

Kurz vor seiner Verzichtserklärtung hatte Hoff eine Rückgabe seines Mandats noch abgelehnt.

Hoff habe endlich die notwendigen Konsequenzen gezogen, sagte der parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion im Landtag, Günter Rudolph. „Wir haben von Anfang an gesagt, dass der Job als Opel-Chef-Lobbyist nicht mit einem Abgeordnetenmandat in Wiesbaden vereinbar ist.“ Hoff und Ministerpräsident Roland Koch (CDU) hätten die Situation falsch eingeschätzt.

Der öffentliche Druck habe geholfen, erklärte der Grünen- Fraktionsgeschäftsführer Mathias Wagner. Allerdings beuge sich Hoff nur diesem Druck; er sehe immer noch nicht ein, dass bezahlte Lobby-Arbeit und ein Abgeordnetenmandat getrennt werden müssten.

Hoff griff SPD und Grüne an. Mit Hermann Scheer, der als SPD-Bundestagsabgeordneter eng mit der Solarindustrie verbunden sei, hätten die beiden Parteien als Wirtschaftsminister in dem geplanten Ypsilanti-Kabinett kein Problem gehabt.

Quelle: op-online.de

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