NSU-Mordserie: Kein Streit im hessischen Landtag

Offenbach - Regierung und die Opposition in Hessen wollen nicht über die Neonazi-Mordserie der NSU streiten. Bei der Aufklärung möglicher Ermittlungspannen streben die Parteien eine engere Zusammenarbeit an. 

Die Parteien im hessischen Landtag wollen bei der Aufarbeitung möglicher Ermittlungspannen bei der Neonazi-Mordserie Streit vermeiden. Die SPD-Abgeordnete Nancy Faeser schlug heute in Wiesbaden eine engere Abstimmung der Fraktions-Obleute im Innenausschuss vor. „Das Thema ist nicht dafür geeignet, sich in Parteienscharmützel zurückzuziehen", sagte sie.

Die Regierung zeigte sich offen für den Vorschlag. FDP-Fraktionschef Wolfgang Greilich erklärte: „Wenn die Opposition in Zukunft konstruktiv mit der Regierungsmehrheit zusammen arbeiten will, dann freut uns das selbstverständlich." Die Opposition hatte der Regierung zuletzt Führungsschwäche und mangelnde Offenheit bei den Ermittlungen zu den Morden der Terrororganisation Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) vorgeworfen. In Kassel war am 6. April 2006 der türkischstämmige Internetcafé-Betreiber Halit Yozgat erschossen worden - die Tat wird der NSU zugeschrieben.

dpa

Quelle: op-online.de

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