„Obama braucht Hilfe“

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"Peace" steht auf einer Fahne, die ein Teilnehmer an der traditionellen Abschlusskundgebung an einem Ostermarsch auf dem Römerberg in Frankfurt am Montag schwenkt. Nach Veranstalterangaben kamen mehr als 2000 Teilnehmer zu der mit Musik- und Redebeiträgen gestalteten Kundgebung. Die Polizei sprach von rund 800 Teilnehmern.

Frankfurt - (dpa) Die Ostermärsche der Friedensbewegung in Hessen sind am gestrigen Montag mit einer bundesweiten Abschlusskundgebung in Frankfurt und einer Demonstration in Kassel zu Ende gegangen. Auf dem Römerberg versammelten sich nach Angaben der Veranstalter 2500 Menschen.

Die Polizei sprach von etwa 800 Teilnehmern. In Kassel zählte sie 120 Demonstranten. Im Mittelpunkt der Ostermärsche stand 2009 der Widerstand gegen die Militäreinsätze im Irak und in Afghanistan. Zudem unterstützen Redner die Forderung des US-Präsidenten Barack Obama nach einer atomwaffenfreien Welt.

Der Gießener Psychoanalytiker Horst-Eberhard Richter sagte in Frankfurt, die Ostermärsche meldeten sich heute „nicht trotz Obama, sondern weil es ihn gibt“.Obama brauche Unterstützung für seine Idee. Richter, der auch Mitgründer der westdeutschen Sektion der Internationalen Ärzte gegen den Atomkrieg ist, ging auch auf die Wirtschaftskrise ein. Sie wurzele wie die Atomwaffenpolitik im „Schwund sozialer Verantwortung“.Das „Zocker-Unwesen der Banken“ nannte Richter „einen heimlichen Krieg gegen die Anständigkeit“.

„PACE - no to nato“ (Frieden - nein zur NATO) steht auf einer Fahne, die ein Teilnehmer auf der traditionellen Abschlusskundgebung der Ostermarschierer auf dem Römerberg in Frankfurt schwenkt. Nach Veranstalterangaben kamen mehr als 2000 Teilnehmer zu der mit Musik- und Redebeiträgen gestalteten Kundgebung. Die Polizei sprach von rund 800.

Vor der Kundgebung auf dem Römerberg waren die Demonstranten in einem Sternmarsch aus Frankfurter Stadtteilen in die Innenstadt gezogen. Sie trugen bunte Friedensfahnen. Auf Transparenten wandten sie sich gegen die Auslandseinsätze der Bundeswehr und forderten: „Spart endlich an der Rüstung“.Nach Angaben der Polizei waren am Morgen aus Offenbach 50 Demonstranten nach Frankfurt aufgebrochen, 45 hatten sich mit dem Fahrrad aus Darmstadt auf den Weg gemacht.

Am Freitag und Samstag hatten sich in Hessen bereits 300 Menschen an Ostermarsch-Aktionen beteiligt. 150 Teilnehmer zählte die Polizei am Samstag im südhessischen Michelstadt. Redner bei der Kundgebung war Willi van Ooyen, Sprecher der Informationsstelle Ostermarsch und Fraktionschef der Linken im Landtag. „Wir wollen, dass die Militärausgaben spürbar verringert und die frei werdenden Ressourcen zur Lösung der anwachsenden gesellschaftlichen Probleme aufgewandt werden“, sagte er. In Gießen war am Ostersamstag laut dem Ostermarschbüro „eine kleine kreative Gruppe“ am Werk. Die fünf Menschen hätten in der Fußgängerzone Theateraufführungen angeboten.

Am Karfreitag hatten rund 150 Menschen in Bruchköbel im Main-Kinzig-Kreis gegen Krieg und Atomwaffen demonstriert.

Quelle: op-online.de

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