Ex-Freundin wegen Totschlag verurteilt

Obdachlosen ermordet: Lebenslange Haft

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Darmstadt - Wegen Mordes an einem Obdachlosen ist ein 49-Jähriger vom Landgericht Darmstadt zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Seine ehemalige Freundin muss wegen Totschlags für zwölf Jahre hinter Gitter.

Das Gericht sah es heute als erwiesen an, dass der Mann und die Frau - zur Tatzeit ebenfalls obdachlos - den wehrlosen Mann nach einem Besäufnis im April 2012 in Rüsselsheim mit roher Gewalt töteten. Auf das Opfer war auch mit einem Zimmermannshammer eingeschlagen worden. Das Verfahren war eine Neuauflage. Die Angeklagten waren bereits 2013 von einer anderen Kammer des Landgerichts Darmstadt wegen derselben Tat zu lebenslanger Haft verurteilt worden, hatten jedoch erfolgreich beim Bundesgerichtshof (BGH) Revision eingelegt.

Die 37 Jahre alte Frau hatte stets beteuert, an der Tat nicht direkt beteiligt gewesen zu sein. Ihr Verteidiger plädierte deswegen auf Freispruch. Die Anwälte des Angeklagten hatten eine Milderung des Urteils aus dem ersten Verfahren gefordert. Das Landgericht glaubte der Angeklagten 2013 nicht und wertete ihre Tat als Mord. Dem BGH reichte die Begründung dafür jedoch nicht aus und verwies das Verfahren an eine andere Kammer des Landgerichts zurück. Diese sah bei der Frau aktuell denn auch keine Mordmerkmale erfüllt. Bei dem Mann hatte der BGH zwar den Ausführungen von 2013 zugestimmt, wonach seine Tat als Mord zu werten sei. Allerdings habe die Kammer damals nicht geprüft, ob die Strafe hätte gemildert werden können. Dies hatte das Gericht im aktuellen Verfahren geprüft, jedoch keine Gründe für eine Strafmilderung gesehen.

Jeder Fünfte in Deutschland von Armut betroffen

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dpa

Quelle: op-online.de

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