Mann stirbt vor Wohncontainer

Kältetoter in Rüsselsheim

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Rüsselsheim/Darmstadt - Trotz einer warmen Unterkunft wenige Meter weiter ist ein Obdachloser im Schlaf erfroren. Für den 38-Jährigen kam jede Hilfe zu spät. Das Tragische an dem Unglück: Der Mann hatte sich vor die Tür eines Wohncontainers gelegt.

Bei eisigen Temperaturen ist in Rüsselsheim ein Obdachloser im Schlaf erfroren. Wie die Polizei in Darmstadt mitteilte, hatte sich der 38-Jährige in der vergangenen Nacht mit einem Schlafsack direkt vor der Tür eines Wohncontainers des Diakonischen Werkes hingelegt. In dem Container wohnt nach Angaben der Diakonie ein ehemaliger Obdachloser. Auf dem Gelände gebe es auch ein Haus mit Notbetten.

Der Mann habe aber nicht nach einem Schlafplatz gefragt, sondern sich unbemerkt draußen hingelegt, hieß es weiter. Er habe zu Obdachlosen gehört, die oft unter Brücken schliefen und ein Dach über dem Kopf eher ablehnten. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes sind im vergangenen Jahr vier Menschen in Hessen erfroren, im Jahr davor waren es zwei. 2009 hatte es fünf Kältetote im Land gegeben, in den beiden Jahre davor jeweils zwei.

dpa

Quelle: op-online.de

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