OB-Stichwahlen in Marburg und im Taunus

CDU erobert Rathaus in Bad Homburg

Bad Homburg/Marburg - Stichwahlen in Marburg und Bad Homburg um das Amt des Oberbürgermeisters: In Bad Homburg erobert Alexander Hetjes (CDU) das OB-Amt, in Marburg wird Thomas Spies (SPD) neuer Oberbürgermeister.

Die CDU hat das Rathaus in Bad Homburg erobert. Unionspolitiker Alexander Hetjes (35) gewann die Stichwahl um den Oberbürgermeister-Posten gegen den Amtsinhaber Michael Korwisi. Hetjes kam auf 61,5 Prozent, wie das Wahlamt mitteilte. Der amtierende Verwaltungschef Korwisi (63), der den Grünen angehört, aber als unabhängiger Kandidat antrat, erhielt 38,5 Prozent. Beim ersten Wahlgang vor zwei Wochen hatte Hetjes 48 Prozent der Stimmen erhalten, Korwisi kam auf 29,8 Prozent. Der SPD-Kandidat Karl Heinz Krug war mit 22,2 Prozent aus dem Rennen ausgeschieden. Korwisi ist seit 2009 Oberbürgermeister der 52.000 Einwohner zählenden Kurstadt. Er war damals der erste Grünen-Oberbürgermeister in Hessen.

Der SPD-Landtagsabgeordnete Thomas Spies wird neuer Oberbürgermeister von Marburg und hat das Rathaus für die Sozialdemokraten verteidigt. Der 53-Jährige behielt bei der Stichwahl die Oberhand und kam auf 60 Prozent. CDU-Politiker Dirk Bamberger bekam 40 Prozent, wie das Wahlamt berichtete. Im ersten Wahlgang hatten vor zwei Wochen 42,8 Prozent für Spies votiert, für Bamberger 35,2 Prozent. Vier weitere Kandidaten schieden aus. Marburgs Noch-Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) stellte sich nicht zur Wiederwahl.

Bürgermeister und Landräte aus der Region

Eigentlich hätte Marburg seinen neuen Rathauschef erst später wählen sollen, doch Vaupel (64) scheidet aus gesundheitlichen Gründen im Herbst vorzeitig aus dem Amt. Spies tritt das Amt am 1. Dezember an. In der Universitätsstadt mit ihren rund 72.000 Einwohnern hat eine rot-grüne Koalition das Sagen. In der Stadtverordnetenversammlung kommt die SPD auf 22 Sitze. Es folgen die CDU mit 14, die Grünen mit 13, die Linken mit 4, die Marburger Bürgerliste und die FDP mit je 2 sowie die Bürger für Marburg und die Piratenpartei mit je einem Sitz. (dpa)

Quelle: op-online.de

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