Oberforsthaus unterm Hammer

Frankfurt (mic) - Seine Spuren reichen zurück bis ins 18. Jahrhundert, jetzt wird es - nachdem Pläne für einen Hotel-Neubau gescheitert sind - womöglich von der Stadt Frankfurt zurückgekauft und saniert: Die Rede ist vom Oberforsthaus im Frankfurter Stadtwald.

Errichtet im Jahre 1729, wurde das früher vielbesuchte Ausflugsziel nahe des Wäldchestags-Geländes im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und im Jahre 1963 zum größten Teil abgerissen. Derzeit sind praktisch nur noch Stallungen vorhanden.

Am 18. Januar soll die Zwangsversteigerung des Anwesens in Sachsenhausen stattfinden, bei der auch die Stadt Frankfurt mitbieten wird. 1989 hatte die Mainmetropole das auf einer Verkehrsinsel von Schnellstraßen und Autobahnzubringern eingefasste, verfallene Anwesen für 1,2 Millionen Euro an den bekannten Frankfurter Architekten Helmut Joos (Büro JSK) verkauft. Seine Hotelpläne mit einem Kostenrahmen von 15 Millionen Euro gelten aber als gescheitert. Es war Berichten der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) zufolge bisher nicht möglich, einen Investor für das Projekt einer historisierenden Anlage zu finden.

Verkehrswert auf knapp drei Millionen Euro geschätzt

Der Verkehrswert des Grundstücks wurde auf knapp drei Millionen Euro geschätzt, bei der Versteigerung gibt es allerdings keine Untergrenze für ein Gebot. Joos betonte gegenüber der FAZ, er verfolge die Hotelpläne weiter. Der Architekt kritisierte allerdings die eingeschränkten Nutzungsmöglichkeiten. Er darf hier bislang nur ein Hotel bauen. Die Versteigerung findet auf Betreiben der Grundschuld-Gläubigerin Hessische Landesbank statt. Die Baugenehmigung von Joos gilt noch bis zum April.

Vermarktung und Nutzung des Grundstücks leiden auch unter dem angewachsenen Fluglärm: Seit der Eröffnung der neuen Landebahn passieren die Maschinen das Areal in einer Höhe von 580 Metern, der Lärm erreicht 70 bis 80 Dezibel.

Quelle: op-online.de

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