Tausende protestieren vor der EZB

Frankfurt - In Frankfurt haben mehrere tausend Menschen gegen die wirtschaftliche und politische Zustände demonstriert. Die Proteste hatten vor Wochen unter dem Motto „Occupy Wall Street“ in New York begonnen, nun ist daraus eine weltweite Bewegung geworden.

In Frankfurt am Main und in zahlreichen deutschen Städten haben am Samstag mehrere tausend Menschen gegen die Macht der Finanzmärkte demonstriert. In Frankfurt am Main versammelten sich am Mittag rund 5000 Menschen bei einer Protestkundgebung an der Europäischen Zentralbank (EZB). Nach Angaben der globalisierungskritischen „Attac“-Bewegung waren es bis zu 6000 Menschen. Ein Polizeisprecher sagte: „Die Atmosphäre ist friedlich.“

Lesen Sie hierzu den Kommentar von Johannes Dröge

Vorbild der Demonstrationen ist die amerikanische Protestbewegung „Occupy Wall Street“ („Besetzt die Wall Street“), die sich gegen das Finanzsystem und große Teile der Bankenwelt wendet. Die Demonstranten in der Banken- und Börsenstadt Frankfurt machten ihrem Unmut mit Plakat-Parolen wie „Ihr spekuliert mit unserem Leben“, „Ihr verzockt unsere Zukunft“ und „Schranken für Banken“ Luft. Einige riefen lautstark: „Brecht die Macht der Banken und Konzerne.“

Bilder von den Protesten in New York

„Occupy Wall Street“erobert die Welt

Die hessische SPD forderte, dass eine Regulierung der Finanzmärkte überfällig sei. „Es ist ein Armutszeugnis, dass zwei Jahre nach dem Beginn der Finanz- und Staatsschuldenkrise immer noch keine weitreichenderen Regeln für den Handel von Wertpapieren existieren“, erklärte Hessens SPD-Generalsekretär Michael Roth. Redner Peter Grottian von der Freien Universität Berlin und Mitglied des wissenschaftlichen Beirates von Attac Deutschland forderte bei seiner Ansprache in Frankfurt dazu auf, mit zivilem Ungehorsam gegen Bankenmacht und Politik aufzustehen. Auch in zahlreichen anderen Städten der Welt gingen die Menschen auf die Straße.

Quelle: op-online.de

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