„Blockupy“: Aktivisten werfen Polizei „brutale Prügeleinsätze" vor

Frankfurt - Trotz eines Demonstrationsverbots protestieren seit Mittwoch zahlreiche Menschen gegen die Finanzwirtschaft. Die Proteste sind bislang weitgehend friedlich verlaufen, nun wirft das „Blockupy"-Bündnis der Polizei Gewalttätigkeiten vor.

Das „Blockupy"-Bündnis hat der Polizei bei den kapitalismuskritischen Protesten überzogene Gewalttätigkeiten vorgeworfen. Es habe „brutale Prügeleinsätze" der Beamten gegeben, teilte die Gruppe mit. Kleingruppen seien willkürlich festgenommen und mit Kabelbindern gefesselt worden. Am Hauptbahnhof hätten Menschen allein wegen ihrer alternativen Kleidung Platzverweise erhalten.

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Mit dem bisherigen Verlauf der Proteste zeigten sich die Organisatoren dennoch zufrieden. Die Polizei habe verhindern wollen, dass Demonstranten ins Finanzzentrum der Stadt gelangen. „Aber wir waren an der Europäischen Zentralbank, wir haben dort blockiert", betonte eine Sprecherin.

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Morgen sollen die Proteste mit der zentralen Großdemonstration ihren Höhepunkt erreichen. Wegen weitgehender Verbote von Veranstaltungen an diesen Tagen rechnet das Bündnis inzwischen jedoch nur noch mit 10.000 bis 20.000 Teilnehmern. Ursprünglich hatten die Veranstalter bis zu 40.000 Teilnehmer erwartet, mehr noch als die Polizei.

dpa

Quelle: op-online.de

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