Offen und geschlossen

Peter Beuth will eine offene Debatte  und  zugleich Geschlossenheit erreichen. Foto: dpa

Frankfurt - (dpa) Der neue CDU-Generalsekretär Peter Beuth will in der Partei einen Spagat zwischen offener Diskussion und Geschlossenheit erreichen.

Das fehlende interne Gespräch habe zu den schwachen CDU-Ergebnissen der beiden letzten Landtagswahlen beigetragen, sagte Beuth (41) im Redaktionsgespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa in Frankfurt. „Wir haben in den letzten Jahren der absoluten Mehrheit nicht mehr so genau hingehört, was die Basis zu sagen hat.“

Den oft gebrauchten Begriff des Kampfverbandes für die Hessen-Union wollte der Mitte März in sein Amt gewählte Beuth nicht übernehmen. „Wir sind eine geschlossene Partei, und darauf bin ich auch sehr stolz.“ Mehrheiten für die CDU seien in Hessen nicht selbstverständlich. „Sie müssen jedesmal wieder erarbeitet werden, und dafür müssen wir geschlossen auftreten.“

Beuth wies die Einschätzung zurück, dass sich ein Ende der Ära Roland Koch im Vorsitz und im Amt des Ministerpräsidenten abzeichne. „Wir unterliegen einer ständigen Veränderung.“ Die Partei habe in Kabinett und Landtagsfraktion neue Gesichter präsentiert. „Ich glaube, dass wir gut beraten sind, an der jetzt gefundenen Aufstellung in den kommenden fünf Jahren nichts zu verändern.“

Die interne Diskussion solle zu besseren Entscheidungen führen, sagte Beuth. „Wir müssen uns wieder breiter aufstellen, mehr Leute in die Entscheidungsfindung einbeziehen, mehr miteinander reden.“ Auch Frauen-Union und Junge Union sollten mehr dazugehören.

„Wir sind jetzt zwei Jahre vor einer Kommunalwahl. Da spielt es eine wichtige Rolle, junge Leute zu fördern“, sagte der Generalsekretär. „Wenn junge Frauen sehen, dass sie bei der CDU gut repräsentiert sind, Gehör und Gestaltungschancen finden, haben sie vielleicht eher Lust, sich anzuschließen.“

Ziel sei, dass die CDU im bürgerlichen Lager wieder stärker werde. „Unser Anspruch ist höher als 37 Prozent“, sagte Beuth. „Wir wollen über 40 Prozent. Da müssen wir wieder hin.“

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare