Warnung vor Rauchentwicklung

Alarm in Offenbach - Katastrophenschutz probt Ernstfall

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Eine Großübung fand am Freitagabend in Offenbach statt (Symbolbild).

Zunächst sieht es aus, als ob ein schwerer Unfall mit zahlreichen Verletzten der Grund für den Einsatz in Offenbach ist. Doch die Erklärung ist viel einfacher.

Offenbach – Die Untere Katastrophenschutzbehörde der Stadt Offenbach hat am Freitagabend (08.11.2019) gegen kurz nach 19 Uhr mit einer unangekündigten Alarmübung für die Einheiten des Katastrophenschutzes der Stadt begonnen.

In den Übungseinsatz eingebunden ist der Löschzug des Katastrophenschutzes, bestehend aus der Freiwilligen Feuerwehr Rumpenheim und Waldheim, unterstützt durch die Freiwillige Feuerwehr Bieber, ebenso wie die beiden Sanitäts- und Betreuungszüge des Deutschen Roten Kreuzes und des Arbeiter Samariter Bundes. Auch das Technische Hilfswerk, der öffentliche Rettungsdienst, die Berufsfeuerwehr und die Polizei sind bei der Übung dabei. Insgesamt sollen etwa 250 Übungsbeteiligten beteiligt sein.

Der Leiter der Unteren Katastrophenschutzbehörde, Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke, betonte kurz nach der unangekündigten Alarmierung, dass es sich lediglich um eine Übung handelt: „Mit derartigen Übungen stellt die Stadt Offenbach sicher, dass unsere Einsatzkräfte im Ernstfall schnelle und effiziente Hilfe für die Bürgerinnen und Bürger leisten können. Unsere ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer stellen ihr Können, ihre Stärke und Erfahrung regelmäßig und routiniert unter Beweis. Ein derartiges Übungsszenario schafft jedoch noch einmal neue Herausforderungen, um die Abläufe und Zusammenarbeit weiter zu optimieren und auch künftig außergewöhnliche Schadenslagen sicher meistern zu können“, so Oberbürgermeister Schwenke.

Offenbach: Übung simuliert schweren Unfall im Stadtgebiet

Das Szenario der Katastrophenschutzübung „Aquaplaning“ ist ein angenommener Verkehrsunfall mit erheblichem Personenschaden im Stadtgebiet. Die zahlreichen überwiegend ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des Katastrophenschutzes werden vor die Aufgabe gestellt, weit über 50 verletzte Personen zu retten und medizinisch zu versorgen. Um dies realitätsnah darstellen zu können, unterstützt die Realistische Notfalldarstellung des DRK-Kreisverbandes Friedberg aus dem Wetteraukreis die Übung mit über 50 Verletztendarstellern.

Im Bereich der Einsatzübung kann es zu Rauchentwicklung kommen, die Bevölkerung in unmittelbarer Nähe wird gebeten, die Fenster und Türen geschlossen zu halten. Eine Gefahr für die Bevölkerung besteht aber ausdrücklich nicht, so die Stadt Offenbach.

Die Offenbacher Verkehrs-Betriebe (OVB) unterstützen die Einsatzübung ebenfalls. Etwa ab 18.30 bis voraussichtlich 22 Uhr fahren die Buslinien 101 und 107 einen verkürzten Linienweg beziehungsweise eine Umleitungsstrecke.

Offenbach: Haltestellen entfallen wegen Übung für Unfall

Weil in Rumpenheim für die Dauer der Übung keine Wendemöglichkeit besteht, endet der Linienweg der 101 in Fahrtrichtung Rumpenheim an der Bedarfshaltestelle „Hans Böckler-Siedlung“ am Kreisel Mainzer Ring. Die 107 fährt ab dem Verkehrskreisel eine Umleitung über den Mainzer Ring, den Karl-Herdt-Weg und die Mühlheimer Straße bis zur neuen Endhaltestelle „Neuer Friedhof“. Von dort aus bleibt der Stadtteil Waldheim zu Fuß erreichbar.

Durch die Linienwegkürzung der 101 und die Umleitung der 107 entfallen in Rumpenheim und Waldheim die Haltestellen „Ernst-Reuter-Schule“, „Kurhessenstraße“, „Kurhessenplatz“, „Marstallstraße“, „Schlosspark“ und „Biebernseeweg“ (101) sowie ebenfalls „Bischofsheimer Weg“ und „Am Wiesengrund“ (107).

Die Bevölkerung soll über den städtischen Twitterkanal, Facebook, die Webseite der Stadt Offenbach sowie die WarnApps „KatWarn“ und „Nina“ über den Beginn und das Ende der Übung des Katastrophenschutzes informiert werden.

Zwei Mitglieder der Feuerwehr in Rumpenheim machten zuletzt keine positiven Schlagzeilen. Sie wurden selbst wegen Brandstiftung verhaftet. Einen neuen Verwendungszweck hat unterdessen der Polizeiladen in Offenbach gefunden. Das dürfte dem ein oder anderen Rathausbeschäftigten schmecken.

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tom

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