Altersdurchschnitt in Deutschland gestiegen

Hessens Jungbrunnen: Offenbach und Frankfurt zählen zu den drei jüngsten Städten in Deutschland

Deutschland altert: In Offenbach und Frankfurt allerdings langsamer. (Symbolbild)
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Deutschland altert: In Offenbach und Frankfurt allerdings langsamer. (Symbolbild)

Die Bevölkerung in Deutschland wird immer älter. Eine neue Studie verdeutlicht das jetzt nochmals. Offenbach und Frankfurt zählen zu den jüngsten Städten.

Frankfurt - Gebrechen, Haarausfall und Altersflecken: Viele Menschen in Deutschland haben ein eher negatives Bild vom Leben im Alter. Die Initiative „7 Jahre länger“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, einen gesellschaftlichen Dialog über „gutes“ Altern anzustoßen.

Aus einem aktuellen Vergleich der Initiative geht hervor, dass die Regionen in Deutschland unterschiedlich schnell altern. Hessen liegt demnach auf Platz fünf der jüngsten Bundesländer. Offenbach schaffte es im Bundesvergleich sogar auf Platz zwei der jüngsten Städte. Knapp dahinter liegt die Main-Metropole Frankfurt.

Offenbach und Frankfurt: Platz zwei und drei im Bundesvergleich

Die Initiative wird von dem Versicherungsverband GDV getragen. In dem aktuellen Langfristvergleich hat die Initiative das Durchschnittsalter zwischen den Jahren 1990 und 2020 in 401 Kreisen auf Grundlage von Zahlen der Landesstatistikämter ausgewertet, so „7 Jahre länger“ auf der eigenen Website.

Der demografische Wandel zeichnet sich immer deutlicher ab.

Peter Schwark, Geschäftsführer des Versicherungsverbandes (GDV)

Mit einem Durchschnittsalter von 40,8 Jahren liegt Offenbach (Hessen) auf dem zweiten Platz. Diesen teilt sich die fünftgrößte Stadt Hessens mit Freiburg im Breisgau. Genau wie in Offenbach beträgt in der Baden-Württembergischen Stadt der Altersdurchschnitt 40,8 Jahre. Jünger ist nur noch die älteste Universitätsstadt Deutschlands, Heidelberg. Hier liegt der Altersdurchschnitt bei 40,7 Jahren. In einem anderen Ranking schaffte es Offenbach sogar auf Platz eins.

Hessen unter den bundesweit jüngsten Ländern - Offenbach und Frankfurt an der Spitze

Im Ranking direkt hinter Offenbach liegen zwei weitere Städte in Hessen. Mit einem Altersdurchschnitt von 40,9 Jahren liegt knapp hinter Offenbach, die größte Stadt Hessens, Frankfurt am Main. Dicht gefolgt von Darmstadt mit einem Alter von durchschnittlich 41 Jahren. Damit steht Hessen im Bundesvergleich schon fast jugendlich da.

Der Landesdurchschnitt in Hessen liegt bei 44,0 Jahren und damit 0,6 Jahre vor dem bundesweiten Durchschnitt von 44,6 Jahren. Der im Vergleich älteste Kreis in Hessen ist mit einem Durchschnittsalter von 47,3 Jahren der Werra-Meißner-Kreis. Hier liegt das Durchschnittsalter also 6,5 Jahre höher als in Offenbach.

Anteil der über 80-Jährigen in Offenbach und Frankfurt geringer als im Bundesdurchschnitt

Die Studie wertete auch den Anteil der über 80-Jährigen aus. In Hessen ist dieser Anteil von 3,9 Prozent im Jahr 1990 auf 6,7 Prozent im Jahr 2020 gestiegen. Bundesweit liegt der Anteil von über 80-Jährigen bei 7,1 Prozent. In Offenbach kommt er auf gerademal 5,1 Prozent. In Frankfurt ist er mit 4,8 Prozent sogar noch geringer.

Die größte Steigerung im Ländervergleich weist hier Mecklenburg-Vorpommern auf, hier betrug der Anteil im Jahr 1990 gerade einmal 2,6 Prozent. Im Jahr 2020 lag der Anteil von über 80-Jährigen in dem Land bei 8,3 Prozent. Das ist mehr als eine Verdreifachung. Der steigende Anteil an über 80-Jährigen macht die Alterung innerhalb der Bevölkerung nochmal besonders deutlich. (Lucas Maier)

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