Bus und Bahn zu spät wegen Kabelklau

Offenbach/Frankfurt - Verspätungen im öffentlichen Nahverkehr sorgen stets für Unmut. Noch ärgerlicher aber ist es, wenn diese Verspätungen ihre Ursache darin haben, dass Kabeldiebe am Werk waren.

So hat sich die durchschnittliche Pünktlichkeit der Bahnen im Rhein-Main-Verkehrsverbund ( RMV ) 2012 leicht auf 95,86 Prozent verschlechtert, unter anderem weil die Kabeldiebe immer dreister werden. „Allein im Mai wurden elf Prozent der Verspätungen durch die Demontage von ganzen Masten und Erdkabeln, zumeist aus Kupfer, verursacht“, berichtete RMV-Chef Knut Ringat bei einer Pressekonferenz. Inzwischen habe man reagiert: Mehr Stahl und Alu komme zum Einsatz, zudem könne man aufgrund der besseren Beobachtung von heiklen Stellen schneller auf Diebe reagieren.

705 Millionen Fahrgäste jährlich

Trotz dieser Probleme konnte Ringat RMV-Bestwerte verkünden: So viele Fahrgäste haben noch nie im Rhein-Main-Gebiet Busse und Bahnen genutzt. Nach jetzigem Stand kann der Verbund mit 705 Millionen Fahrgästen jährlich die 2011er-Zahl um zwei Millionen toppen. Fest versprochen werden mehr Anstrengungen beim Thema Sicherheit: Die Noten, die bei einer Befragung 2012 von den Fahrgästen unter anderem für Sicherheit und Sauberkeit vergeben wurden, sind zwar im Schnitt etwas besser als „2“. Doch der RMV will mehr: So soll ab Ende 2014 bereits ab 20 Uhr, also eine Stunde früher als derzeit, bis Betriebsschluss Sicherheitspersonal an Bord der S-Bahnen sein.

RMV-Chef beantwortet Leserfragen 

Der Geschäftsführer des Rhein-Main-Verkehrbundes (RMV) Knut Ringat beantwortet Fragen unserer Leser. Vor allem die Dreieichbahn und die Seniorenkarte beschäftigen die Menschen in der Region.

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Auch das besonders in Offenbach immer wieder kritisierte Preissystem soll weiter reformiert werden. Ringat: „Wir schaffen derzeit die technischen Voraussetzungen dafür, dass unser Tarifsystem viel feingliedriger werden kann.“

Quelle: op-online.de

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