Strafen bei Beleidigungen

„Vollidiot“ kann tausend Euro kosten

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Offenbach - Die Beleidigung eines Parkscheinkontrolleurs kann erhebliche Konsequenzen nach sich ziehen. Nach § 185 des Strafgesetzbuchs wird sie mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe geahndet.

„Meist sind jedoch Geldstrafen fällig“, sagt der Vizepräsident der Frankfurter Rechtsanwaltskammer, Eckart C. Hild. Die klassische Variante der Beleidigung ist die Äußerung eines ehrverletzenden Werturteiles in Form einer Beschimpfung wie Depp, Idiot oder Trottel. Das schnell über die Lippen kommende Wort „Vollidiot“ kann bei einem Rechtsstreit schon mal mehr als 1000 Euro kosten. Aber auch das Äußern einer ehrenrührigen Tatsachenbehauptung kann eine Beleidigung darstellen, wenn dies im Wissen über die Unwahrheit der Äußerung geschieht. Beispiel: jemandem vorzuhalten, er habe etwas gestohlen, obwohl man weiß, dass dies nicht stimmt.

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Wer einen Polizisten „Rindvieh“ nennt, macht sich laut Volksmund der Beamtenbeleidigung strafbar. Nur: Diesen Straftatbestand gibt es im deutschen Recht gar nicht. Juristisch ist es kein Unterschied, ob jemand seinen Nachbar, den Bäcker oder einen Polizisten als „Rindvieh“ beschimpft. Dennoch fallen Strafsätze bei Beschimpfungen von Beamten meist deutlich höher aus: „Je nach Schwere der Beleidigung sind 30 oder mehr Tagessätze an Geldstrafe fällig.“ Die Höhe eines Tagessatzes richtet sich nach dem Einkommen. Als Beleidigung gilt in der Regel alles, was den Kontrolleur persönlich oder in seinem Job trifft.

Einfallsreich oder schlicht gelogen

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Quelle: op-online.de

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