Die Chronik des Ausbaus

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Wir haben die Chronik des Flughafen-Ausbaus in Frankfurt für Sie in einer Übersicht zusammengefasst.

Frankfurt - Wir haben die Chronik des Flughafen-Ausbaus in Frankfurt für Sie in einer Übersicht zusammengefasst:

31. Oktober 1997: Lufthansa-Chef Jürgen Weber fordert den Bau einer neuen Landebahn.

16. Juli 1998: Die von Ministerpräsident Hans Eichel (SPD) berufene Mediationsgruppe nimmt die Arbeit auf. Sie soll Lösungen erarbeiten, wie die Kapazitätsprobleme beseitigt und die Belastung begrenzt werden kann.

31. Januar 2000: Die Mediationsgruppe empfiehlt eine neue Landebahn nördlich oder südlich des bestehenden Geländes. Als Ausgleich soll ein striktes Nachtflugverbot zwischen 23 und 5 Uhr eingeführt und der Lärm reduziert werden.

20. September 2000: Ministerpräsident Roland Koch (CDU) verspricht, im Fall eines Flughafenausbaus ein Nachtflugverbot einzuführen.

30. August 2001: Hessen und Rheinland-Pfalz einigen sich auf die Schaffung eines Flughafensystems, um künftig Nachtflüge aus Frankfurt auf den 140 Kilometer entfernten Flughafen Hahn verlagern zu können.

11. Juni 2002: Das Regierungspräsidium Darmstadt schließt das regionale Raumordnungsverfahren ab und empfiehlt den Bau der Nordwestbahn.

9. September 2003: Das Planfeststellungsverfahren startet. Fraport beantragt den Bau der Nordwestbahn, eines dritten Passagier-Terminals sowie ein striktes Nachtflugverbot.

12. September 2005: Das Regierungspräsidium Darmstadt beginnt in Offenbach mit der öffentlichen Erörterung von 127 000 Einwendungen gegen den Bau der neuen Landebahn.

3. September 2007: Zahlreiche Wirtschaftsverbände fordern den Verzicht auf ein striktes Nachtflugverbot.

20. September 2007: Ministerpräsident Koch erklärt, dass in Einzelfällen auch künftig Nachtflüge möglich sein sollen.

18. Dezember 2007: Das hessische Wirtschaftsministerium genehmigt den Bau einer neuen Landebahn sowie eines dritten Terminals. In den Kernstunden der Nacht soll es bis zu 17 geplante Starts oder Landungen geben können.

8. Februar 2008: Lufthansa reicht Klage gegen die geplanten Nachtflugbeschränkungen ein.

30. Dezember 2008: Das Regierungspräsidium Darmstadt enteignet rund 80 Grundstücke im Kelsterbacher Wald und übergibt sie der Fraport.

7. Januar 2009: Ein Eilantrag der Umweltorganisation BUND scheitert vor dem Hessischen Verwaltungsgerichtshof.

15. Januar 2009: Der Verwaltungsgerichtshof lehnt alle noch verbliebenen Eilanträge gegen den Ausbau ab. Zugleich äußert das Gericht erhebliche Bedenken gegen geplante Nachtflügen.

20. Januar 2009: Mit den Rodungsarbeiten im Kelsterbacher Wald beginnt der Ausbau.

2. Juni 2009: Das Hauptsacheverfahren vor dem Verwaltungsgerichtshof beginnt. Voraussichtlich landet der Streit beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig.

AP

Quelle: op-online.de

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