Opposition fordert mehr echte Ganztagsschulen

Offenbach - Die Landesschülervertretung und die Opposition im Landtag fordern mehr echte Ganztagsschulen in Hessen.

Es sei zwar zu begrüßen, dass die Regierung durch den Ausbau der Nachmittagsangebote dem bestehenden Bedarf an Ganztagsbetreuung im Grundschulalter Rechnung trage, sagte Landesschulsprecherin Svenja Appuhn. Über den Ausbau von freiwilligen Angeboten dürften aber die echten Ganztagsschulen nicht vergessen werden, da dort auch am Nachmittag rhythmisierter Unterricht verbindlich für alle Schüler stattfinde. Der SPD-Bildungsexperte Christoph Degen sprach von einer Mogelpackung. Pakt-Schulen seien keine Ganztagsschulen, sondern lediglich Schulen mit nachmittäglichen Angeboten, für die die Eltern tief in die Tasche greifen sollen. Sechs echte Ganztagsschulen unter fast 1200 Grundschulen seien eindeutig zu wenig.

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Auch die Linken-Abgeordnete Barbara Cárdenas betonte: „Der Pakt für den Nachmittag hat mit Ganztagsschulen nichts zu tun.“ Vielmehr hebele er das Bemühen um den Ausbau der Ganztagsschulen aus. Der FDP-Abgeordnete Wolfgang Greilich kritisierte, dass vielen zugesagten Lehrerstellen für die Ganztagsbetreuung zuvor im Vormittagsunterricht der Grundschulen gekürzt und auch bereits bei der gymnasialen Oberstufe gestrichen worden sei.

dpa

Quelle: op-online.de

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