Wegen zu großer Zerstörungswut

Affenweibchen Sirih muss Frankfurter Zoo verlassen

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Frankfurt - Orang-Utan-Weibchen „Sirih“ verlässt den Frankfurter Zoo und zieht nach Indianapolis in die USA. Und das aus mehreren Gründen.

Orang-Utan-Weibchen Sirih verlässt den Frankfurter Zoo und zieht nach Indianapolis in die USA. Der Hauptgrund dafür sei ein Zuchtaustausch, sagte Zoodirektor Manfred Niekisch und bestätigte damit einen Bericht der „Frankfurter Neuen Presse“. „Ihre Gene sind in Europa überrepräsentiert“, so Niekisch. Hierzulande gebe es keinen männlichen Affen, der genetisch zu Sirih passe - sie könne sich also nicht mehr fortpflanzen. Das 21 Jahre alte Affenweibchen war aber auch durch seine Zerstörungswut aufgefallen.

Traumberuf Tierpfleger

Sirih bastelt an Stahlnetzen herum, legt Wasserleitungen und Heizungsrohre frei. Bereits im März vergangenen Jahres hatte Niekisch angekündigt: „Das ist auf Dauer kein Zustand.“ Im Zoo von Indianapolis könne sie das nicht mehr tun. „Das ist eine ganz andere Anlage als in Frankfurt.“

Das genaue Datum für Sirihs Umzug sei noch nicht bekannt. „Sicher aber nicht solange es kalt ist. Vermutlich im Frühsommer“, sagte Niekisch.

Orang-Utan-Baby „Sayang“ im Frankfurter Zoo

Orang-Utan-Baby „Sayang“ aus dem Frankfurter Zoo

dpa

Quelle: op-online.de

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