Orkan erreicht Hessen - Beisetzungen abgesagt

Offenbach/Wiesbaden/Frankfurt (nb/dpa) - Der Orkan „Andrea“ hat Hessen erreicht und bereits einige Schäden angerichtet. Die Stadt Frankfurt wegen der Gefahr durch umstürzende Bäume zahlreiche Bestattungen abgesagt.

Die ersten Ausläufer des Orkans „Andrea" haben heute Morgen bereits in Mittel- und Osthessen Schäden angerichtet. Bei Hünfeld wurde ein Lkw von einer Böe erfasst und umgeworfen, wie die Polizei in Fulda mitteilte. Im Vogelsberg fuhr ein Mann mit seinem Wagen in einen umgestürzten Baum. Menschen wurden bislang aber nicht verletzt. In Mittelhessen mussten mehrere Landstraßen wegen umgestürzter Bäume gesperrt werden. Auch in anderen Bundesländern richtete der Sturm Schäden an.

Die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach erwarteten weitere Strumböen. Landesweit gab der DWD eine Unwetter-Vorwarnung heraus.

Wegen dieser Prognose sind in Frankfurt fast alle für heute geplanten Beisetzungen auf Frankfurts Friedhöfen abgesagt worden. Einzige Ausnahme sei der Parkfriedhof Heiligenstock, teilte die Stadt mit. Man befürchte, dass bei den heftigen Sturmböen Trauernde durch entwurzelte Bäume oder herabfallende Äste verletzt würden, erklärte der Leiter der Friedhofsabteilung im städtischen Grünflächenamt, Thomas Linne. Angehörige und Pietäten würden telefonisch benachrichtigt.

Das Grünflächenamt warnt auch davor, während des Sturms in den Stadtwald zu gehen. Auch in den städtischen Grünanlagen müsse mit Astbruch oder umstürzenden Bäumen gerechnet werden.

Dem Orkan „Xynthia“ waren laut Grünflächenamt im März 2010 in den Grün- und Parkanlagen etwa 300 Bäume zum Opfer gefallen. Auf den Frankfurter Friedhöfen waren ebenfalls knapp 300 Bäume umgestürzt oder so stark beschädigt worden, dass sie anschließend gefällt werden mussten.

Quelle: op-online.de

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