Überblick: Tief „Xynthia“ wirbelt quer durch Hessen

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Orkantief „Xynthia“ hat am Sonntag in vielen Teilen Hessens den Verkehr lahmgelegt, schwere Schäden angerichtet und für Dauereinsätze von Polizei und Feuerwehr gesorgt.

Frankfurt - Orkantief „Xynthia“ hat heute in vielen Teilen Hessens den Verkehr lahmgelegt, Schäden angerichtet und für Dauereinsätze von Polizei und Feuerwehr gesorgt. „Es ist alles im Einsatz, was fahren und laufen kann“, sagte ein Polizeisprecher in Frankfurt.

Ein 69 Jahre alter Mann ist heute im Wald bei Taunusstein nahe Wiesbaden von einem umstürzenden Baum erschlagen worden. Wie die Polizei berichtet, war der Mann mit einer Wandergruppe unterwegs, als der Baum vom Sturmtief „Xynthia“ entwurzelt wurde. Der 69-Jährige starb noch an der Unfallstelle.

Das hat der Orkan in Offenbach angerichtet:

Bäume auf Straßen, Wegen, Autobahnen

Ein Intercity-Express mit rund 800 Reisenden hat nach einer Kollision mit einem entwurzelten Baum heute Nachmittag etwa drei Stunden auf freier Strecke festgesteckt. Der ICE 277 von Hamburg über Frankfurt nach Zürich sei zwischen Fulda und Hanau gegen 14 Uhr gegen den Baum gefahren, berichtete die Bahnpolizei in Frankfurt. Der Lok-Führer habe den Zusammenstoß trotz einer Notbremsung nicht mehr verhindern können. Erst nach fast drei Stunden konnte der Zug im Schritttempo nach Bad Soden-Salmünster fahren, wo die Reisenden auf einen Ersatzzug umsteigen sollten.

Mobile Toiletten flogen durch die Luft

Die Autobahn 3 (Köln-Würzburg) zwischen Kelsterbach und dem Flughafen musste stundenlang gesperrt werden. Fassadenteile, Baumaterialien und Werbeplakate waren - ebenfalls von der Airrail- Center-Baustelle - auf die Straßen geweht worden. Etliche Dächer im Rhein-Main-Gebiet wurden abgedeckt. Mobile Toiletten flogen durch die Luft, Baustellen-Ampeln stürzten um und Bäume wurden entwurzelt und beschädigten parkende Autos und Fahrleitungen der Straßenbahn.

Das zum Teil abgedeckte Dach eines mehrstöckigen Wohnhauses in Mainz hängt über die Kante des Gebäudes.

Am frühen Abend hatte die Feuerwehr in Frankfurt bereits mehr als 400 Einsätze verzeichnet. Drei Menschen seien durch herumfliegende Gegenstände verletzt worden, berichtete ein Feuerwehrsprecher. Am Flughafen wurden bis zum frühen Abend über 220 von 1270 Starts und Landungen gestrichen. Bei starkem Wind dürfen aus Sicherheitsgründen deutlich weniger Flugzeuge pro Minute landen als normalerweise. Daher waren auch zahlreiche Maschinen um bis zu rund zwei Stunden verspätet.

In mehreren Orten in Nord-und Mittelhessen stürzten Bäume in Stromleitungen. Nach Angaben vom Netzbetreiber E.ON Mitte AG waren in Nordhessen besonders die Regionen Frankenberg, Homberg und Bad Hersfeld sowie Bebra betroffen. In Mittelhessen kam es zeitweise zu Stromausfällen in Merkenbach, Gladenbach und Esserhausen. Zeitweise waren bis zu 20.000 Einwohner von den Stromausfällen betroffen. Zwischen Fulda und Hanau steckte ein Intercity-Express mit rund 800 Reisenden nach einer Kollision mit einem entwurzelten Baum etwa drei Stunden auf freier Strecke fest. Im osthessischen Hünfeld wurde ein Teil des Daches einer Schule ein Opfer von „Xynthia“. Dachteile stürzten dabei auf ein benachbartes Schulgebäude und beschädigten dieses.

Quelle: op-online.de

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