„Xaver“ kommt mit Windstärke 12

Gespannte Ruhe vor dem Sturm

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Offenbach - Heute wird es richtig ungemütlich. Denn Orkantief „Xaver“ macht auch vor dem Rhein-Main-Gebiet nicht Halt. Jedoch ist in Hessen kein Wetterchaos zu erwarten wie im Norden Deutschlands.

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„In den Abendstunden erwarten wir äußerst stürmische Böen mit einer Windstärke von 8 bis 9 in und rund um Offenbach“, erklärt Jens Hoffmann, Meteorologe vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach. Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 85 Stundenkilometer sorgt der Wind für Unbehaglichkeit. In der Nacht auf Freitag lässt er dann zunehmend nach. Auf den Höhen von Taunus oder Rhön seien aber Böen der Windstärke 11 möglich. Mit der Kaltfront des Sturms kommt auch Polarluft ins Land. Das bedeutet Schneefall bis ins Flachland, bis zu zehn Zentimeter könnten es werden. Bei starkem Wind werden auch Schneeverwehungen erwartet. An der Nordseeküste ist ab heute mit teils extremen Orkanböen der Windstärke 12 zu rechnen, wie der DWD mitteilte. Bis weit ins Hinterland hinein soll starker Sturm herrschen. Darüber hinaus bestehe an der Küste Sturmflut-Gefahr.

Verkehrsbetriebe, Feuerwehr und Rettungsdienste bereiteten sich auf die Ankunft des Unwetters vor. Die Bahn mobilisierte die Bereitschaftsdienste für Oberleitungsreparaturen sowie zur Räumung von Bahnsteigen und Gleisanlagen von Schnee und Eis. Auch das Personal in Leitstellen und Kundenzentren wird verstärkt. An den Küsten soll es bis Freitag zu mehreren schweren Sturmfluten kommen. „Es können drei hintereinander sein“, hieß es beim Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Hamburg. Die höchste der Sturmfluten wird nach BSH-Einschätzung in der Nacht zum Freitag - nach Mitternacht - in Ostfriesland und an der Nordseeinsel Borkum erwartet. In Hamburg und Bremen soll die Sturmflut am frühen Freitag ankommen. Bei der Hamburger Sturmflut von 1962 stieg das Wasser auf 5,70 Meter über Normalnull. Anders als damals sind die Deiche und Hochwasserschutzanlagen in der Stadt inzwischen aber alle auf Wasserstände von mindestens 7,50 Meter über Normalnull ausgelegt, teils sogar für mehr als neun Meter. Sie sind zudem auch wesentlich stabiler gebaut.

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Die Weihnachtsmärkte unter anderem in Hamburg und Bremen sollten geschlossen bleiben. In Mecklenburg-Vorpommern warnte der Wetterdienst die Betreiber von Weihnachtsmärkten, Buden und Stände zu sichern. Vor Rügen ist ein Schwimmkran schon gestern von der Ostsee abgezogen worden, der an der Offshore-Baustelle des Windparks Baltic II im Einsatz war.

skr/afp/dpa

Quelle: op-online.de

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