Neue Gärtnerei und Fußweg

Im Palmengarten wird groß gebaut

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Frankfurt - Für den Palmengarten geht ein langgehegter Wunsch in Erfüllung. Voraussichtlich noch in diesem Herbst wird mit dem Bau eines Blüten- und Schmetterlingshauses begonnen, das den Namen Maria-Sibylla-Merian-Haus tragen soll. Von Christian Riethmüller

Das in einen Kalt- und einen Warmbereich geteilte Haus soll in den Wintermonaten zahlreiche tropische Schmetterlinge beherbergen und den Rest des Jahres für Blüten- und Blumenausstellungen genutzt werden. Das kündigten die Frankfurter Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) und Palmengarten-Direktor Matthias Jenny gestern in Frankfurt an.

Es wird in den nächsten zwei Jahren nicht die einzige Baumaßnahme im Palmengarten bleiben. Mit dem Abriss des maroden Blütenhauses an der im hinteren Teil der beliebten Anlage gelegenen Gärtnerei werden dort auch die übrigen Gewächshäuser abgebaut und dafür neue Produktionshäuser für Ausstellungen, Wechselflor und Kübelpflanzen errichtet, die nicht nur energiesparender sein sollen, sondern auch weniger Platz benötigen.

Wie Heilig und Jenny weiter sagten, wird in diesem Sommer außerdem in der Mitte des Palmengartens eine neue barrierefreie Toilettenanlage errichtet. Damit würde dem Wunsch vieler Besucher der Gartenanlage entsprochen, sagte Heilig. Den Besuchern dürfte auch eine Neuerung entgegenkommen, die vom Herbst dieses Jahres an in Angriff genommen wird. Dann soll es bald einen Fußweg zwischen Palmengartenstraße und Siesmayerstraße geben, die nicht nur den Weg von der Tiefgarage zum Gesellschaftshaus verkürzt, sondern auch eine Verbindung der Stadtteile Westend und Bockenheim entlang des Palmengartens herstellt.

Wie Heilig und Jenny weiter ausführten, wird zudem das denkmalgeschützte Direktionsgebäude an der Siesmayerstraße saniert und das Dach neu eingedeckt. 9,4 Millionen Euro sollen diese verschiedenen Baumaßnahmen insgesamt kosten. 7,2 Millionen Euro seinen allein für die neue Gärtnerei und das Merian-Haus fällig. 2,2 Millionen Euro dieser Kosten steuert die Stiftung Palmengarten und Botanischer Garten bei, die etwa mit dem Frühjahrsball Spendengelder einwirbt. Die Stiftung finanziert zudem den 800.000 Euro teuren Fußweg. Die übrigen 6,4 Millionen Euro trägt die Stadt.

Quelle: op-online.de

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